AKTUELL: "Nationalsozialistischer Untergrund"

29.04.2015
Aussteiger will reinen Tisch machen. Er ist einer der ersten aus dem Umkreis des Nationalsozialistischen Untergrundes, der vor Gericht Klartext spricht - Zeuge belastet Ralf Wohlleben schwer. Der Jenenser Ex-Skin Kai D. beschreibt, wie er dabei war, als im April 1996 an einer Autobahnbrücke über die A 4 eine Puppe mit einem Davidstern aufgehängt wurde. Und wie er später vor Gericht log, Zschäpe, Böhnhardt, Mundlos und Wohlleben ein Alibi verschaffte.

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Gordon Meyer-Plath. Heute Chef des Verfassungsschutzes in Sachsen. In den 90er Jahren war er in Brandenburg V-Mann-Führer. Dort traf sich mit einem verurteilten Rechtsextremisten, der ihm brisante Informationen lieferte - Spitzel des Verfassungsschutzes war nah an den Terroristen dran. Zwischen August und September 1998 lieferte der V-Mann mit dem Decknamen 'Piatto' fünf Berichte. Dass sich die Untergetauchten Waffen und neue Papiere beschaffen, ins Ausland absetzen wollten. Vorher sei geplant, eine "weitere Bank" auszurauben. Meyer-Plath gab die Informationen, wie er heute am 199. Verhandlungstag des NSU-Prozesses vor dem Münchener Landgericht als Zeuge sagte, weiter. An das Bundesamt für Verfassungsschutz, an die Landesämter in Thüringen und Sachsen .... 


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Spendengerichte - Wie Richter und Staatsanwälte alljährlich Millionen fast ohne Kontrolle verteilen

Autor: Jonathan Sachse

Mit freundlicher Genehmigung der Investigativplattform correctiv.org, Recherchen für die Gesellschaft e.V.

Hunderte Millionen Euro haben Beschuldigte in den vergangenen Jahren gezahlt, damit Strafverfahren in Deutschland eingestellt werden. Richter und Staatsanwälte vergeben den größten Teil dieser Millionen freihändig – und so gut wie keiner kontrolliert sie dabei. Diese Intransparenz begünstigt Korruption, so schreibt es der Landesrechnungshof Niedersachsen.

Die Justiz in Deutschland verteilt jedes Jahr Dutzende Millionen Euro Bußgelder aus eingestellten Verfahren oder abgebrochenen Ermittlungen. Das Geld soll vor allem in Projekte fließen, die der Vorbeugung von Verbrechen dienen; den Opfern soll geholfen werden oder den entlassenen Straftätern. Aber passiert das auch?

Tatsächlich ist undurchsichtig, wie die Millionen verteilt werden. Es gibt keine zentrale Sammelstelle für die Zahlungen, die Daten werden lückenhaft erfasst, eine Kontrolle findet so gut wie nicht statt. Richter, Staatsanwälte und hunderte Millionen Euro bleiben sich selbst überlassen. Nur selten fällt auf das System ein Schlaglicht, wie im Fall von Bernie Ecclestone, der sich gegen Zahlung von 100 Millionen US-Dollar vor dem Gericht München freikaufen konnte. Die Süddeutsche Zeitung schrieb dazu: “Zahlt ein Täter genug Geld, ist die Sache aus der Welt.”

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Berlin-Tipps

mia 103.05. 20:30 Gretchen: Ana Tijoux 22e
03.05. 20:30 TWH: Wayne Lost Soul, Schnur, The Guilt (Folk, Chanson, Punk)
03.05. 21:00 Bassy: The Vickers
03.05. 21:00 Cassiopeia: Sud Sound System - DJ Show 12e
03.05. 21:00 Heimathafen: Kings of Convenience     
03.05. 21:00 Køpi: Long Knife, MidNight Crisis, Piss (HC, Punk)
03.05. 21.00 Roter Salon: Bassa (Tango, Jazz, Flamenco)
03.05. 21:00 Villa Kuriosum: Wings of Desire, Duchamp, Chuman (Wave, Drone, Hip Hop Punk) 5e

04.05. 19:30 Schokoladen: "Ton Steine Scherben mit Gymmick, Raina Sheef
04.05. 20:00 Bunte Kuh: Shitake, Thanx For All Shoes, Confused (Skate Punk)
04.05. 20:00 Maschinenhaus: Madisen Ward And The Mama Bear (Folk, Blues) 20e
04.05. 20:00 Privatclub: Dessa (Pop / HipHip / Spoken Word) 15e
04.05. 21:00 Bi Nuu: The Interrupters 17e
04.05. 21:30 Madame Claude: Astrocloud, Sleazy Pictures Of Teapee  (Psych, Dub)
04.05. 23:59 Tresor: Sasse  aka Freestyleman, Ed Ed, Flexonaut (Techno)

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Sport inside: Über die politische Radikalisierung der Hooliganszene

SPORT INSIDE - 02.03.2015 - 22:45 Uhr - Politisch radikal (VIDEO ON DEMAND)

Ein Film von Fred Kowasch

Hogesa 15112014 Hannover"Am letzten Sonntag im Oktober 2014 demonstrierten Hooligans, Rocker, Kampfsportler und Rechtsradikale in der Kölner Innenstadt gemeinsam unter dem Motto "Hooligans gegen Salafisten" (HogeSa) und lieferten sich eine regelrechte Straßenschlacht mit der Polizei. Die Öffentlichkeit fragt sich seither: Woher kommen plötzlich Tausende von Hooligans, die auf die Straße gehen, um politisch zu demonstrieren?

Parallel dazu entwickeln sich seit Mitte Oktober in Dresden und Leipzig Pegida und Legida, bei deren Kundgebungen immer wieder Hooligans als Ordner auftreten. Fanvertreter, Polizei- und Politikwissenschaftler beobachten seit einiger Zeit, dass Hooligans im Stadion und im Stadionumfeld aktiver geworden sind und sich verstärkt dem Rechtsradikalismus öffnen. Die Behörden gehen mittlerweile härter vor und erzielen damit Wirkung in der Hooliganszene. Die Ermittlungsbehörden bleiben aber dennoch in Alarmstimmung. Noch immer ist wenig darüber bekannt, wer sich hinter den aktiven Hooligangruppen verbirgt und was sie vorhaben. Denn dass sich Hooligans gemeinsam politisch engagieren, ist in der Geschichte des deutschen Fußballs ein absolutes Novum." (Text WDR)

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Video on Demand: "Walls - ein Fotograf zwischen den Fronten" (87 min, OmU)

The photographer Kai Wiedenhöfer works at life's extremes. With his panoramic camera, he is going to places, where rubber bullets, teargas, street battles belong to the daily life of the people. As a young man, Kai Wiedenhöfer witnessed the fall of the Berlin Wall. Since then, he has been fascinated by borders, walls and fences. His mission is to find out what concrete barriers do to the people they separate. In 2013, he tried overcoming every resistance and bringing his panorama pictures on the famous "East Side Gallery" in Berlin. The documentary accompanied Kai Wiedenhöfer for nine whole years.



Israel und die besetzten Gebiete, Belfast, Baghdad, Ceuta, Zypern, die Grenze zwischen den USA und Mexico. Kai Wiedenhöfer hat eine Mission. Er will die Mauern der Welt fotografieren, zeigen was ein Betonwall aus Menschen macht. Mit seiner Panoramakamera geht er dorthin, wo Gummigeschosse, Tränengas und Strassenschlachten zum Alltag gehören. Er trifft auf Flüchtlinge, Drogendealer und engagierte Menschenrechtler. Immer wieder aber auch auf bewaffnete Soldaten und aggressive Grenzpolizei. Gegen viele Widerstände versucht er sich seinen Traum zu erfüllen.

Kai Wiedenhöfer möchte seine Panoramafotos auf die weltbekannte 'East Side Gallery' in Berlin zu bringen. Jahrelang kämpft er dafür. Im Sommer 2013 kommt es in seiner Wahlheimat zum Showdown. Die Dokumentation „Walls – a Photographer between the Lines“ hat Kai Wiedenhöfer - der einst Zeuge des Berliner Mauerfalls wurde - über neun Jahre lang begleitet.

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