"Zeigen, was ist!" - Gespräch über die Dreharbeiten zu »Inside Hogesa«

"Sind Teile der Medien durch ihre Sensationsberichterstattung nicht die Werbeagentur der Hools?"

hoolbuch
"Wieso? Große Teile der Medien können ja nicht mal einen Ultra von einem Hooligan unterscheiden. Das hat man ja in »Reinkultur« nach den Ereignissen vom 26. Oktober 2014 in Köln gesehen. Sondersendung folgte auf Sondersendung, Talkshow auf Talkshow. Es wurde viel geredet, meistens völlig kenntnisfrei. In ihrer publizistischen Arroganz sind viele Medien – vor allem im TV und das nicht nur in diesem gesellschaftlichen Spannungsfeld – unfähig oder unwillig, differenziert zu berichten. Den Hools ist das ohnehin längst egal. Sie haben ihre eigenen Medien. Sind auf Facebook oder VK (eine Art russisches Facebook) unterwegs, kommunizieren über Whatsapp. Für die etablierten Medien haben sie – wenn überhaupt – nur Verachtung übrig." 

"Sind durch HogeSa nicht völlig neue Politiker in die Öffentlichkeit getreten?" 


"Ja. Wenn man sie denn Politiker im herkömmlichen Sinn nennen will. Aber eins ist klar: Dominik Roeseler, Tatjana Festerling, Edwin Wagenveld und Michael Stürzenberger wurden durch HogeSa-Veranstaltungen bundesweit bekannt. Weil sie sich im Gegensatz zu den meisten anderen Teilnehmern auch öffentlich äußerten. 

Andere – insbesondere die rechtsgerichteten Hools in der HogeSa-Gründungsgruppe – haben dadurch eine tiefere Politisierung erfahren. Sie haben gelernt, wie man Demonstrationen und Kundgebungen anmeldet und durchführt. Aber auch, wie man gegen polizeiliche Verbote rechtlich vorgeht. Wie man – mit den früher so verfeindeten Hoolgruppen anderer Vereine – gemeinsame politische Aktionen abspricht und durchführt. »In den Farben getrennt, in der Sache vereint« – dieser Slogan kommt ja nicht von Ungefähr." WEITER

Hier gehts zum gesamten Gespräch ....


Hier gehts zum Buch 'Fäuste, Fahnen, Fankulturen"

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Open Air Festivals 2017 - Ein Überblick

3./4./5. August  
rockfestival glienHaltestelle Woodstock - Kystryn, Polen
http://en.woodstockfestival.pl 
(New Model Army, Mando Diao)

4./5./6.August 
Resist To Exist - Berlin
http://resisttoexist.de/wp/

11./12./13.August 
SonneMondSterne - Saalburg
http://www.sonnemondsterne.de/
(Materia, Fritz Kalkbrenner, Sven Väth)
 

16./17./18./19.August 
Chiemsee Summer - Übersee
http://www.chiemsee-summer.de/

18./19./20.August 
Highfield, Störmthaler See, Leipzig
http://www.highfield.de/
(Placebo, Billy Talent)

9./10.September
Lollapalooza - Berlin, Hoppegarten Rennbahn
http://www.lollapaloozade.com
(Foo Fighters, Beatsticks, The xx, Cro, Materia, DJ Westbeam) 

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Berlin-Tipps

berlin bei nacht
28.07. 16:00 Urban Spree: Adult., Group A, Beta Evers, (....) Max Durante, Ian Max Mauch, Ezuri, Marc Ash, Samuel Grieben, Luna Violenta, Misantrop (Electronic Wave, Experimental, Noise)
28.07. 20:30 Lido: Redlake Circus, Working Class Monkey, Demian (Psychedelic Hard Rock) 12e
28.07. 21:30 Rosis: Deltawelle, Skeleton Skies (PostPunk) 8e
28.07. 23:30 Gretchen: Mr. Jay, Wizzla, Fallout-Boy, Dozor, Zuurb, Phonomat, MC Mace, MC Jamie White (DnB) 6e
28.07. 23:59 About Blank:  Prozecco Kollektiv, Cem, Sissys Reiterstaffel, Kwaint (Techno)

29.07. 20:00 Huxleys: Bad Religion, Bambi Slaughter (Punk) 33e
29.07. 22:00 Bassy: Dean and the Moonboys (Rock'n'Roll)
29.07. 22:00 Wild at Heart: D.O.A., German Ex (HC Punk) 15e
29.07. 22:30 Gretchen: Pernett, Canoafolk, KC y su combo, Camo & Jolun (Salsa, Cumbia, Latin)
29.07. 23:00 Rosis: Aphex Twink, Fanny, Josephina Ketamina, The Babadouche, Twiscest (Techno House) 10e
29.07. 23:59 About Blank: Job Jobse, Sano, Resom, Neele, Stas Zotov, Brother Loui, Akme, Natascha Kann
29.07. 23:59 Kosmonaut: Aérea Negrot, Disko, Eric D Clark, Marc Miroir, Handmade, Devan, Yam Bataller
29.07. 23:59 Ritter Butzke: Blade&Beard, Wankelmut, Bondi, HRRSN, Joe Panic (House)

30.07. 12:00 Kosmonaut: Miss Melera, Alex Blank, High.co.coon, Henk (Techno, House) 0e
30.07. 13:00 Else: Cari Lekebusch, James Ruskin, Len Faki, Henning Baer, Setaoc, Sigha, Spencer Parker, Tommy Four Seven  (Techno, House)
30.07. 15:00 Klunker Kranich: Ange Takats,  Emily's Giant, Gregor McEwan, Hello Piedpiper, Schmieds Puls, Honig, The Slow Learner, DJNelken 5e
30.07. 17:30 Schokoladen: Velo De Oza ( Carranga-Rock, Ska-Punk) 13e
30.07. 21:00 Bi Nuu: Evergreen Terrace, Crowner Kings (Melodic HC)

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G-20: "The battle of Hamburg" - Strassenkampf ungefiltert (No Comment)

Es war wohl einer der heftigsten Straßenschlachten, die die Bundesrepublik in den letzten 25 Jahren gesehen hat. Wie heftig, zeigt das folgende 45-Minuten lange No-Comment-Video. Aufgenommen am Freitag, den 07.07.2017 zwischen 20:00 und Mitternacht im Hamburger Schanzenviertel. Gedreht von einem französischen Videoteam, zeigt es minutiös die Riots aus der Sicht der steinewerfenden Autonomen. Zu sehen auch, wie hessische Polizeieinheiten zunächst versuchen, die Herrschaft über die Straßen im Schanzenviertel zurück zu erobern. Massiv mit Steinen angegriffen werden, dann die Flucht ergreifen. Strassenkampf, ungefiltert. Mehrfach dabei auch zu hören: der Schlachtruf "Ahu". Eigentlich aus der Hooliganszene bekannt. Im Video auch zu sehen, wie Läden geplündert, Bankautomaten zerstört werden. Als für Stunden Anarchie herrschte.

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G-20: "Steine!"- Hinter den Wasserwerfern an den Landungsbrücken

von Fred Kowasch, Hamburg

"Alles ganz?! "Gesund geblieben?". "Überlebt?". Die Reaktionen nach so einem Hamburg-Ausflug sind vielfältig. Dabei wollte ich eigentlich nur am Hafen ein Fischbrötchen essen. Und ein paar Aufnahmen machen. Solche Riots laufen - im Prinzip - nach den gleichen Mustern ab. Und: hinter den Frontlinien ist es oftmals sehr ruhig. Da trifft man einen Anwohner, der mal schnell mit seinem Roller vorbei gekommen ist. Selbstverständlich filmt er auch. Mit dem Handy. Der Koch und der Kellner einer nahe gelegenen Pizzaria machen gerade Pause. Ihre Smartphones nicht. Hin und wieder fliegen von vorn ein paar Steine durch die Luft, prallen ab auf dem Asphalt. Im Gegenlicht sind sie gut erkennbar. "Ich würde hier nicht ohne Helm stehen." Jaja. 


Dann geht es voran. Die Wasserwerfer spritzen. Der Räumpanzer rollt - im Abstand von Hundert Metern - hinterher. Mittlerweile habe ich die Fußgängerüberführung erklommen. Da fragt mich ein TV-Reporter: "Wo sind wir eigentlich, hier?" Muß ein Profi sein. Der anschließend bei N24 auf Sendung geht. Unten explodiert ein Böller. Ein Polizist bricht zusammen. Die Menge johlt. Abseits liegen ein paar Beamte erschöpft am Boden. Ein Kollege hat sein Bild des Tages gemacht. Mit dem Teleobjektiv. Es wird später auf stern.de erscheinen. Ich schaue kurz, was ich gedreht habe, gehe zum Imbiss an die Landungsbrücken. "Ein Matjes-Brötchen bitte". "Drei Fünfzig". Hungrig beiße ich hinein. Der Tag ist ja noch nicht zu Ende.

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Sport inside Special: Falsches Spiel - Wettmanipulation Im Tennis

Ein Film von Benjamin Best, Fred Kowasch und Tom Mustroph
Sport inside Special, WDR Fernsehen, Sonntag, 7.5.2017, 22.05 - 22:35 Uhr

In kaum einem anderen Sport ist es so leicht zu manipulieren wie in der Einzelsportart Tennis. Der sogenannte "weiße Sport" kämpft seit mehr als zehn Jahren mit massiven Vorwürfen: Betrug, Manipulation, Vertuschung. Wettsyndikate, vor allem aus Russland, Südamerika und Italien, sind auf der Suche nach Tennisspielern, die für Geld Spiele manipulieren. Experten schätzen den weltweiten Umsatz bei Tennis-Wetten auf fünf Milliarden Euro. 

Im vergangenen Jahr haben die internationalen Tennisverbände 292 verdächtige Matches gemeldet. So viele wie nie zuvor. Mittlerweile kommen 80 Prozent aller verdächtigen Sportereignisse in Bezug zu Wettmanipulation aus dem Tennis. Seit Jahren stehen die internationalen Tennisverbände in der Kritik, zu wenig gegen die Manipulation zu unternehmen.



Vor allem Tennisturniere der zweiten bzw. dritten Kategorie, sogenannte Challenger- und Future-Turniere, sind für Betrug anfällig, weil hier das Schmiergeld höher sein kann als die geringen Preisgelder. "Die Wettbetrüger sind keine dummen Menschen, ganz im Gegenteil die wissen genau wen sie ansprechen müssen, wo die Saat auf fruchtbaren Boden trifft", erklärt Tennisprofi Andrea Petkovic gegenüber Sport inside. Sport inside trifft Ermittler, spricht mit Tennisprofis und stößt bei den Tennis-Weltverbänden auf eine Mauer des Schweigens.

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Lost Places: Immerath - Ein Ort verschwindet. Wegen Braunkohle

Mit dem Finger auf andere zeigen. Bei der Klimapolitik. Für die Bundesrepublik Deutschland gibt es keinen Grund dafür. Denn weiterhin wird Braunkohle gefördert, werden Landschaften zerstört. In Ost, wie in West. Gerade wird der Ort Immerath dem Erdboden gleichgemacht. Immerath liegt nahe dem Tagebau Garzweiler II, im Rheinischen Braunkohlerevier. Ein Geisterdorf, in dem nur noch wenige Menschen leben. Wir waren dort. Haben uns umgesehen, ein bischen gefilmt. 'Back to the roots' - unser neues Hobby ....

LINK: HIER GEHT ES ZUR DEN FOTOS AUS IMMERATH ....

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