Viertelfinalspiele

Deutschland - Argentinien 5:3 n.E. (1:1 n.V.)
1:0 Ayala 49. (Kopfball nach einem Eckstoss von Riquelme); 1:1 Klose 80. (Kopfball nach Flanke Ballack/ Verlängerung Borowski),
2:1 Neuville; (Elfmeter);
2:2 Cruz (Elfmeter);
3:2 Ballack (Elfmeter);
4:2 Podolski (Elfmeter);
4:3 Rodriquez (Elfmeter);
5:3 Borowski (Elfmeter)

Jens Lehmann macht den Unterschied. Die Deutschen gewinnen ein kampfbetontes Spiel nach Elfmeterschiessen. Während der regulären Spielzeit war Argentinien eigentlich überlegen. Sie versäumten es jedoch die 1:0 Führung auszubauen, zogen sich stattdessen zurück. 

Deutschland - Argentinien 5:3 n.E. (1:1 n.V.)
1:0 Ayala 49. (Kopfball nach einem Eckstoss von Riquelme); 1:1 Klose 80. (Kopfball nach Flanke Ballack/ Verlängerung Borowski),
2:1 Neuville (Elfmeter);
2:2 Cruz (Elfmeter);
3:2 Ballack (Elfmeter);
4:2 Podolski (Elfmeter);
4:3 Rodriquez (Elfmeter);
5:3 Borowski (Elfmeter)

Deutschland: Lehmann - A. Friedrich, Mertesacker, C. Metzelder, Lahm - B. Schneider (62. Odonkor), Frings, Ballack, Schweinsteiger (72. Borowski) - Klose (85. Neuville) , Podolski

Argentinien: Abbondanzieri (71. Franco) - Coloccini, Ayala, Heinze, Sorin - Mascherano - Lucho Gonzalez, Maxi Rodriguez - Riquelme (72. Cambiassso) - Tevez, Crespo (79. Cruz)

Gelbe Karten: Podolski, Odonkor, A. Friedrich (D);
Sorin, Mascherano, Maxi Rodriguez, Cruz (Arg)
Rote Karte: Cufre nach dem Spiel
Zuschauer: 72.000 in Berlin
Schiedsrichter: Michel (Slowakei)

Jens Lehmann macht den Unterschied. Die Deutschen gewinnen ein kampfbetontes Spiel nach Elfmeterschiessen. Während der regulären Spielzeit war Argentinien eigentlich überlegen. Sie versäumten es jedoch die 1:0 Führung auszubauen, zogen sich stattdessen zurück. Damit brachten sie Deutschland ins Spiel. Der Ausgleich war dann nur noch eine Frage der Zeit. In der ersten Hälfte der Verlängerung dominierten die Deutschen, in der zweiten die Argentinier. Nach dem Spiel hässliche Szenen zwischen einem Argentinier Heinze und dem deutschen Manager Bierhoff. Was war da los?!

 

Fanbericht

Deutschland - Argentinien 5:3 n.E. (1:1 n.V.)

Anstrengend und keineswegs eine Erholung waren sie, die 2 1/2 Stunden im Olympiastadion. Warum habe ich mein Ticket nicht bei ebay verkauft, da wäre es 1500 Euro wert gewesen? Oder das meines Jungen, der vor Anspannung am Ende schlimme Kopfschmerzen hatte?

Weil es ein Fehler gewesen wäre, weil dieses dramatische Spiel gegen einen grossen Gegner einfach nicht in die Buchhalterkategorie Geld einzusortieren war. Dieses Spiel hatte philosophische Dimensionen, es spiegelte das Leben selbst mit allen seinen Höhe- und Tiefpunkten.

Schon eine halbe Stunde vor Anpfiff war die Stimmung im Stadion grossartig. In freudiger Erwartung feierten die deutschen Fans ihre Mannschaft, ihr Land und sich selbst. Viele dachten wohl an einen furiosen Beginn ihrer Mannschaft, die die Argentinier von Beginn an unter Druck setzen würde. Fünf Minuten nach dem Anpfiff war klar, das es heute ein anderes Spiel würde, ja das Deutschland der Außenseiter ist. Die Verkrampfung zeigte sich an einigen frühen Fehlpässen. Der Rhythmus stimmte nicht und mußte unmerklich mühsam diesem starken Gegner abgetrotzt werden.

Die 10 - 15.000 Argentinier in zwei Fanblöcken hatten Grund genug ihr "Ole, ole Argentinia" zu singen und ihre T-Shirts in der Luft zu schwenken. Sie waren Anhänger einer scheinbar perfekten Mannschaft. Aber wußten die 60 000 deutschen Zuschauer nicht, warum sie auch im Stadion waren: nicht um an einem unwichtigen Tor zum 3:0 Spaß zu haben, sondern um die elf besten Fussballer zu unterstützen, die auf dem Rasen gegen einen übermächtigen Gegner kämpften.

Die erste Viertelstunde war eine Stimmung unter den Fans, wie bei den anderen deutschen Spielen. Dann bröckelte die Begeisterung. Da ist es nur menschlich, dass der Stadionsprecher - der diese Atmossphäre spürte - seine Neutralität vergaß und die Zuschauer zur Unterstützung ihrer Mannschaft aufrief. Das diese sicherlich unkorrekte Geste dem Mann fast seinen Job kostete, erfuhr man hinterher.

Bis zu diesem Ende war es ein so schwerer Weg, dass weder bis dahin noch danach die Fans ihr "Finale" oder "Wir fahren nach Berlin" riefen. Die Überheblichkeit war ihnen vergangen. Alle wußten: hier war durch einen grossen Willen eine grosse Mannschaft geschlagen worden. Und zwar nicht glücklich. Wenn seit 1976 Deutschland kein Elfmeterschiessen mehr verlören hat, dann ist das Können! Wr es nicht glaubt, kann sich die einzelnen Elfmeter mal auf Video anschauen.

Bitter, dass diese tolle und symphatische argentinische Mannschaft am Ende nicht so fair war, wie in allen ihren Spielen. Nicht so fair wie ihre Fans, die auf ihrem Weg aus dem Stadion teilweise weinten, teilweise allein traurig auf der Bordsteinkante saßen.

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Italien - Ukraine 3:0
1:0 Zambrotta 6. (Linksschuss aus 20 Metern nach schönem Solo); 2:0 Toni 59. (Kopfball aus 3 Metern): 3:0 Toni 69. (aus Nahdistanz nach Vorlage Zambrotta)

Italien: Buffon - Zambrotta, Cannavaro, Barzagli, Grosso - Camoranesi (68. Oddo), Gattuso (77. Zaccardo), Pirlo (68. Barone), Perrotta - Totti - Toni

Ukraine: Schowkowski - Swiderski (20. Worobej), Russol (45.+2 Waschtschuk), Nesmatschni - Gussin - Gussew, Timostschuk, Schelajew, Kalinitschenko - Schewtschenko, Milewski (72. Belik)

Gelbe Karten: Milewski, Swiderski, Kalinitschenko (Ukr)
Schiedsrichter: De Bleeckere (Belgien)
Zuschauer: 50.000 in Hamburg

Ein klarer Sieg der Italiener gegen wenig überzeugende Ukrainer. Lediglich zu Beginn der Zweiten Halbzeit spielte die Osteuropäer gut mit, besaß zwei klare Chancen auf ein 1:1. Danach zogen die Italiener an und schickten die Ukrainer, die mit viel Glück ins WM-Viertelfinale gekommen waren, verdient nach Hause.

 

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England - Portugal 1:3 n.E.

Elfmeterschießen: 0:1 Simao, 0:1 Lampard gehalten, 0:1 Viana Pfosten, 1:1 Hargreaves, 1:1 Petit daneben, 1:1 Gerrard gehalten, 1:2 Helder Postiga, 1:2 Carragher, Ricardo hält den Dritten, 1:3 Ronaldo.

England: P. Robinson - G. Neville, R. Ferdinand, Terry, Ashley Cole - Hargreaves - Beckham (52.Lennon, 119. Carragher), Lampard, Joe Cole (66. Crouch) - Gerrard - Rooney

Portugal: Ricardo - Miguel, Fernando Meira, Ricardo Carvalho, Nuno Valente - Petit, Maniche - Tiago (75.Hugo Viana) - Figo (86.Helder Postiga), Cristiano Ronaldo - Pauleta (64. Simao)

Gelbe Karten: Terry, Hargreaves (Eng); Petit, Carvalho (Por)
Rote Karte: Rooney (Eng)
Schiedsrichter: Elizondo (Argentinien)
Zuschauer: 52.000 in Gelsenkirchen

Eine Partie in der lange die ganz klaren Torgelegenheiten fehlten. Gefährlich wurde es vor allem durch Fernschüsse. England zeigte gegenüber den vorigen Spielen engagierter, hatte in der ersten Halbzeitt leichte Feldvorteile. Nach einer guten Stunde handelte sich Rooney für einen Tritt gegen Carvalho einen Platzverweis ein. Zu Zehnt zogen sich die Briten zurück. Portugal konnte den Vorteil im Mittelfeld nicht nutzen, spielte lange einfallslos, erst in den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit wurde der Angriffsdruck erhöht. Die Partie ging in die Verlängerung, wo ebenfalls keine Tore fielen. Portugal wirkte jedoch gefährlicher, die "Three Lions" kämpften in Unterzahl mannhaft. Im fälligen Elfmeterschießen hielt Portugals Keeper drei englische Schüsse und avancierte zum großen Helden seines Teams. England scheiterte zum wiederholten Mal im Entscheidungsschießen.

 

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Brasilien - Frankreich 0:1
0:1 Henry 57. (haut aus kurzer Entfernung eine lange Freistoßflanke volley ins Tor)

Brasilien: Dida - Cafú (76. Cicinho), Lucio, Juan, Roberto Carlos - Zé Roberto, Gilberto Silva, Ronaldinho, Kaka (79. Robinho), Juninho Pernambucano (63. Adriano)- Ronaldo

Frankreich: Barthez - Gallas, Abidal, Thuram, Sagnol - Malouda (81. Wiltord), Viera, Makelele, Zidane, Ribéry (77. Gouvou) - Henry (86. Saha)

Gelbe Karten: Cafu, Juan, Ronaldo, Lucio (Bra); Sagnol, Saha, Thuram (Fra)
Schiedsrichter: Cantalejo (Spanien)
Zuschauer: 48.000 in Frankfurt / Main

In Südamerika können sie das Licht ausmachen. Mit Frankreich zieht die vierte europäische Mannschaft ins Halbfinale ein. Brasilien begann die ersten zehn Minuten engagiert, beruhigte sich dann jedoch. Nach einer halben Stunde hatte vor allem Zidane genug von der Plätscherei und trieb sein Team vermehrt nach vorn. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild, Brasilien passiv, Frankreich um einen Treffer bemüht. Der agile Ribery riß immer wieder Lücken in die Abwehr der Selecao. Nach einer knappen Stunde konnten "Les Bleus" den Führungstreffer durch Henry bejubeln. Wer nun glaubte der amtierende Weltmeister würde seine Zurückhaltung aufgeben, sah sich getäuscht. Merkwürdig gehemmt, gar lustlos spulten die Brasilianer ihr Pensum runter. Die "Equipe Tricolore" war mit gefährlichern Kontern dem zweiten Tor näher als die "Canarios" dem Ausgleich. Erst in den letzten fünf Minuten rafften sich die Brasilianer zu einer Temposteigerung auf, zu spät. Die Franzosen konnten ihren Vorsprung bis zum Schlußpfiff verteidigen und ziehen verdient ins Halbfinale ein.

Der Ausspruch einer in Deutschland lebenden Brasilianerin vor der WM, "Meine Landsleute strengen sich nicht an, wenn sie etwas erreicht haben und Weltmeister sind sie ja schon" bewahrheitete sich über den gesamten Turnierverlauf. Nun sind sie bald kein Weltmeister mehr und können mit Elan die WM 2010 angehen.

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