'Inside HogeSa' - Teaser_2 zur grossen Dokumentation über die Politisierung der Hooliganszene

Die Ordnersuche auf der Brache am Barmer Platz. Kaum etwas hat bei HogeSa 2.0 in Köln am 25.10.2015 so viel Schlagzeilen gemacht. Dabei wirkte es vor Ort eher unspektakulär. Wie genau, zeigt die Dokumentation 'Inside HogeSa', die Ende Mai ONLINE zu sehen ist. Hier ein kurzer Ausschnitt aus unserem 100 Minuten langen Dokumentarfilm. 

Vizeweltmeister: Holland

   

Die niederländische Nationalmannschaft raste förmlich durch die WM – Qualifikation. Acht Spiele, acht Siege, die „Elftal“ sicherte sich als erste europäische Mannschaft den Startplatz für Südafrika 2010.holland_fans-1

   

Der Koninklijke Nederlandse Voetbalbond (KNVB) wurde 1889 gegründet und schloß 1904 sich mit sechs weiteren europäischen Verbänden zur FIFA zusammen.

 

Die Niederländer haben als Gründungsmitglied des Weltfußballverbandes der Internationalisierung des Sports erheblich geholfen. 1934 schickten die Holländer erstmals ihr Nationalteam zu einer Weltmeisterschaft. Gegen die Schweiz verlor man 2:3 und schied aus dem Turnier aus. Stürmer Kick Smit bleibt für alle Zeiten die Ehre, dass erste WM-Tor für sein Land erzielt zu haben.

Die niederländische Nationalmannschaft raste förmlich durch die WM – Qualifikation. Acht Spiele, acht Siege, die „Elftal“ sicherte sich als erste europäische Mannschaft den Startplatz für Südafrika 2010. Dort gehört sie selbstverständlich zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel. Offensiv talentiert wie kaum eine andere Mannschaft überzeugten die „Oranjes“ in dieser Hinsicht bei der Europameisterschaft 2008. In der Vorrunde fegte man Italien (3:0), Frankreich (4:1) und Rumänien (2:0) gnadenlos vom Platz. Die Schwäche ist die Defensive und die Konzentration über einen längeren Zeitraum. So flogen die Holländer bei der letzten EM, wie schon bei der WM 2006 im ersten K.O. Spiel aus dem Wettbewerb.

 

holland_fans-1

Der Koninklijke Nederlandse Voetbalbond (KNVB) wurde 1889 gegründet und schloß 1904 sich mit sechs weiteren europäischen Verbänden zur FIFA zusammen. Die Niederländer haben als Gründungsmitglied des Weltfußballverbandes der Internationalisierung des Sports erheblich geholfen. 1934 schickten die Holländer erstmals ihr Nationalteam zu einer Weltmeisterschaft. Gegen die Schweiz verlor man 2:3 und schied aus dem Turnier aus. Stürmer Kick Smit bleibt für alle Zeiten die Ehre, dass erste WM-Tor für sein Land erzielt zu haben. Bei der Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich erfolgte der nächste Versuch auf einen Spielgewinn. Gegen die Tschechoslowakei hielt die Abwehr 90 Minuten das torlose Unentschieden, in der Verlängerung brach es jedoch herein. Mit 0:3 war man ausgeschieden und mußte 36 Jahre auf die nächste Weltmeisterschaftsteilnahme warten.

Ende der 1960er Jahre wuchs eine hochtalentierte Spielergeneration in unserem Nachbarland heran. 1969 stand Ajax Amsterdam gegen AC Mailand im Europapokalfinale, verlor jedoch 1:4. Besser machte es ein Jahr später Feyenoord Rotterdam, die gegen Celtic Glasgow den Cup der Landesmeister in die Hafenstadt holten. 1971-1973 krönte sich dann Ajax zur besten europäischen Vereinsmannschaft. Mit den Erfolgen der Vereine war eine hervorragende Basis für eine erfolgreiche Teilnahme der Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland geschaffen.

Die Holländer waren die Sensation der WM 1974. Mit ihrem technisch perfekten Angriffsfußball, dem "voetball total", um ihren Star Johann Cruyff ließen sie ihren Gegnern keine Chance. Nach Siegen über Uruguay (2:0) und Bulgarien (4:1) sowie einem 0:0 gegen Schweden zog man ungefährdet in die zweite Runde. Mit einem überragenden Johan Cruyff überrollten die "Oranjes" Argentinien 4:0, die DDR 2:0 und den amtierenden Weltmeister Brasilien 2:0. Der Weg ins Finale gegen Deutschland war geebnet.

Für Aufsehen sorgten die Stars auch neben dem Platz. "König Johann" und Gefährten ließen sich am Pool Zigaretten und Alkohol schmecken. Hübsche Mädchen sorgten ebenfalls für Amüsement und Zerstreuung, was die Ehefrauen in der Heimat erzürnte. Keine ideale Vorbereitung auf ein Weltmeisterschaftsendspiel, zudem verzichtete der Trainerstab darauf, den Kontrahenten intensiv zu beobachten. Das Selbstvertrauen vor dem Finale war riesengroß. Die Einstellung der Spieler beschrieb Rene van de Kerkhof später so: ...was will West-Deutschland gegen uns ausrichten?" Das große Spiel begann für die Niederlande verheißungsvoll. In der ersten Spielminute drang Cruyff in den deutschen Strafraum ein, Hoeneß foulte und den fälligen Strafstoß knallte Johan Neeskens humorlos in die Maschen. Es sah gut aus, doch Arroganz machte sich breit, man wollte die Deutschen im eigenen Land vorführen. Dies stachelte den deutschen Kampfgeist an, noch vor der Pause konnten die Gastgeber zwei Tore erzielen. Cruyff verlor die Nerven, handelte sich auf dem Weg in die Kabine eine Gelbe Karte ein. In der zweiten Halbzeit spielte "Oranje" nach vorn, doch der letzte Biß fehlte. Nach Abpfiff war man nur Vizeweltmeister. Die Enttäuschung überwog, der Grundstein für eine tiefe, die nächsten Jahrzehnte überdauernde Rivalität zum deutschen Fußball gelegt.

1978 nahmen die niederländischen Löwen in Argentinien erneut Anlauf auf den WM-Titel. Ohne Johann Cruyff, der sich weigerte, in einem von der Diktatur beherrschten Staat wie Argentinien zu spielen, überstand Holland die Vorrunde nur mit Mühe. In der zweiten Runde knüpften die "Oranjes" wieder an die Brillanz von 1974 an. Nach einem 5:1-Kantersieg über Österreich, einem 2:2 gegen Deutschland und einem 2:1-Erfolg über Italien stand man erneut gegen den Gastgeber des Turniers im Finale. Im Konfettiregen des River Plate Stadions ging Argentinien in der ersten Halbzeit in Führung. In der 82. Minute konnte Dick Nanninga mit einem Kopfball egalisieren und dann fehlten nur Millimeter zum Titelgewinn als Rob Rensenbrink in der Schlußminute nur den Pfosten traf. Abpfiff, Verlängerung. In der 105.Minute setzte sich Mario Kempes mit gestrecktem Bein gegen die holländische Abewehr durch und traf zur Vorentscheidung. Bertonis Treffer kurz vor Ende der Partie war lediglich von statistischem Wert. Die Niederlande war wieder "nur" Vizeweltmeister. Größe zeigten die Verlierer anschließend, als sie dem argentinischen Staatschef General Jorge Videla den Handschlag verweigerten und damit vor der Weltöffentlichkeit gegen die Diktatur in Argentinien protestierten.

Nach dem Abgang der Cruyff-Generation mit Spielern wie Haan, Rep, den Kerkhof-Brüdern, Rensenbrink oder Krol konnte sich Holland für die nächsten beiden Weltmeisterschaften nicht qualifizieren. Erst gegen Ende der 1980er Jahre entstand wieder eine verheißungsvolle Mannschaft. Bei der Europameisterschaft 1988 in Deutschland gab es im Halbfinale wieder ein heißumkämpftes Match gegen die Bundesrepublik. Diesmal war unser Nachbarland das glücklichere Team, als Marco van Basten kurz vor Schluß das 2:1 Siegtor schoß. Im Münchner Endspiel gegen die Sowjetunion konnten die Holländer endlich den ersehnten internationalen Titel erringen. Marco van Bastens kapitaler Volleykracher zum 2:0 Endstand gilt immer noch als eines der schönsten Tore in einem Endspiel.

Der Europameister fuhr aussichtsreich 1990 nach Italien. Mit drei Unentschieden gegen Ägypten, England und Irland startete man blamabel ins Turnier, konnte allerdings ins Achtelfinale einziehen. Dort wartete die Bundesrepublik um für 1988 Revanche zu nehmen. Die "Oranjes" bestimmten anfänglich das, bis Frank Rijkaard zu seiner legendären Spuckattacke gegen Rudi Völler ausholte. Beide Spieler flogen vom Platz, die Deutschen wuchsen anschließend über sich hinaus, während bei den Holländern der Teamgeist abhanden kam. Nach der verdienten 1:2 Niederlage konnte sich der Europameister den weiteren Turnierverlauf vor dem TV ansehen.

1994 in den USA war der Auftakt erneut beschwerlich. Im ersten Spiel ging Saudi-Arabien gar in Führung. Ein spätes Tor von Gaument zum 2:1 Sieg bewahrte unsere Nachbarn vor Spott. Nach einem 0:1 gegen den alten Rivalen Belgien, ebnete ein 2:1 über Marokko doch noch den Weg unter die besten 16. Ein klares 2:0 über Irland ließ Holland auf den großen Favoriten Brasilien treffen. Im besten Spiel des Turniers konnten Bergkamp und Winter die 2:0 Führung der Brasilianer ausgleichen, doch ein gewaltiger Branco-Freistoß neun Minuten vor Schluß, ließ die Südamerikaner jubeln und in die nächste Runde ziehen.

holland_trauer-11998 ein ähnliches Bild wie in den Jahren zuvor. Unentschieden gegen Belgien und Mexiko, sowie ein 5:0 gegen Südkorea sorgten zwar nicht für Begeisterung, führten jedoch zur sicheren Teilnahme am Achtelfinale. Dort konnte Jugoslawien erst in der Nachspielzeit durch ein Edgar Davids Tor ausgeschaltet werden. Im Viertelfinale gegen Argentinien sahen die Fans ein Fußballfest. Allein Bergkamps 2:1 Siegtreffer kurz vor Schluß war jeden Franc Eintrittsgeld wert. Im Halbfinale stand wieder einmal Brasilien auf der anderen Seite des Feldes. Diese Partie war für jeden Fußballfreund eine Offenbarung. Beide Teams gingen risikofreudig, offensiv, technisch brillant zu Werke. Es war wohl bis heute das beste Fußballspiel aller Zeiten, welches die Zuschauer in Marseille sahen. Beim Stand von 1:1 nach 120 Minuten hatte die Partie keinen Verlierer verdient. Philip Cocu und Ronald de Boer waren die Unglücksschützen, die ihre Elfmeter "versemmelten". Erneut setzte sich Brasilien durch.

Obwohl die Niederlande auch nach der Jahrtausendwende eine Unzahl talentierter Spieler besaß, konnte sie sich 2002 nicht für die WM qualifizieren. Die Egozentrik vieler Spieler, die das eigene Wohlergehen über den Erfolg der Mannschaft stellen, war, wie schon häufig, zu groß. Eine tolle Truppe, gespickt mit internationalen Stars, schickten die Holländer 2004 zur Euro nach Portugal. Nach einem glücklichen 1:1 gegen Deutschland, sah die Welt eines der rasantesten Spiel der EM Geschichte. Gegen Tschechien ging "Oranje" schnell 2:0 in Führung um noch 2:3 zu verlieren. das abschließende 3:0 über Lettland sicherte die K.O. Runde. Hier quälte man sich mit Schweden im Elfmeterschießen, gewann aber ausnahmsweise mal. Die 1:2 Niederlage gegen Portugal im Halbfinale beendete allerdings die Träume vom zweiten Titel nach 1988.
 
In Deutschland 2006 setzten sich die Holländer in der "Hammergruppe" mit Argentinien gegen Serbien und die Elfenbeinküste durch. Dabei zeigte man den Scharen in Orange gewandeten Fans teils sehenswerten Fußball. Unerklärlich, wie die Niederländer im Achtelfinale gegen Portugal von ihrer spielerischen Linie abgekommen sind. In einer Hackerei mit insgesamt vier Platzverweisen und acht Gelben Karten zog Holland mit 0:1 den Kürzeren. Die Revanche für das Halbfinal-Aus von 2004 gegen denselben Gegner mißglückt.

 

Das vorläufige WM-Aufgebot der Niederlande:

Tor: Maarten Stekelenburg (Ajax Amsterdam), Michel Vorm (FC Utrecht), Sander Boschker (FC Twente Enschede)


Abwehr: Khalid Boulahrouz (VfB Stuttgart), Edson Braafheid (Celtic Glasgow), Giovanni van Bronckhorst (Feyenoord), John Heitinga (FC Everton), Joris Mathijsen (Hamburger SV), André Ooijer (PSV Eindhoven), Gregory van der Wiel (Ajax), Ron Vlaar (Feynoord Rotterdam)


Mittelfeld: Ibrahim Afellay (PSV Eindhoven), Otman Bakkal (PSV Eindhoven), Mark van Bommel (Bayern München), Wout Brama (FC Twente Enschede), Orlando Engelaar (PSV Eindhoven), Nigel de Jong (Manchester City), Wesley Sneijder (Inter Mailand), Rafael van der Vaart (Real Madrid), Stijn Schaars (AZ Alkmaar), Demy de Zeeuw (Ajax Amsterdam), David Mendes da Silva (AZ Alkmaar)


Sturm: Ryan Babel (FC Liverpool), Eljero Elia (Hamburger SV), Dirk Kuyt (FC Liverpool), Robin van Persie (FC Arsenal), Arjen Robben (Bayern München), Klaas Jan Huntelaar (AC Milan), Jeremain Lens (AZ Alkmaar), Vurnon Anita (Ajax Amsterdam)

Drucken

Durch die weitere Nutzung dieser Webseiten stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.