Film-Premiere: 'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament (Dokumentarfilm, 100 min, 2018)

'Inside HogeSa' ist eine Dokumentation, die der Frage nachgeht: welche Folgen hatte die Demonstration der 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) vom 26.Oktober 2014 in Köln? Als 5.000 Menschen auf die Straße gingen. Was wurde aus den Protagonisten? Ausführlich kommen Beteiligte zu Wort. Unter Ihnen Hools und Mitglieder des 'HogeSa'-Teams. Aber auch Fanforscher, Politikwissenschaftler, 'Pegida'-Organisatoren.

'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament from interpool.tv on Vimeo.

Dreieinhalb Jahre lang haben wir an dem Thema gearbeitet. Dutzende Kundgebungen und Demonstrationen besucht. Vor Ort mit den Beteiligten gesprochen. Entstanden ist ein 100 Minuten langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so noch nicht gab. Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wir haben die Dokumentation mit insgesamt 10.000 Euro selbst finanziert. Auf Crowdfunding, Filmfördergelder oder eine Co-Finanzierung öffentlich-rechtlicher TV-Sender wurde - aus Gründen der redaktionellen Unabhängigkeit - verzichtet.

Hinweis: wer den Film kauft, bekommt in den nächsten Wochen noch zahlreiche ungeschnittene Interviews zu sehen. Sowie Szenen, die nicht Eingang in die Doku fanden.

"The Road to Guantanamo"

road_to_guantanamo_klein Film von Michael Winterbottom
Der Film erzählt die wahre Geschichte von vier Jungs aus England, die sich auf den Weg nach Pakistan machen. Und in einem der schrecklichsten Gefängnissen der Welt landen: Dem Gefangenlager in Guantanmo-Bay, Kuba.

Asif, einer der jungen Männer, hat eine Frau in Pakistan gefunden. Seine drei Freunde Ruhel, Monir und Shafiq machen sich mit ihm auf die Reise
von England nach Pakistan, um auf der Hochzeit mit dabei zu sein. Film von Michael Winterbottom

Am 14. Februar 2006 wurde "The Road to Guantanamo" auf der Berlinale Uraufgeführt. Er erzählt die wahre Geschichte von vier Jungs aus England, die sich auf den Weg nach Pakistan machen. Und in einem der schrecklichsten Gefängnissen der Welt landen: Dem Gefangenlager in Guantanmo-Bay, Kuba.

aroad_to_guantanamoAsif, einer der jungen Männer, hat eine Frau in Pakistan gefunden. Seine drei Freunde Ruhel, Monir und Shafiq machen sich mit ihm auf die Reise von England nach Pakistan, um auf der Hochzeit mit dabei zu sein. In Pakistan angkommen, hören sie von dem geplanten Angriff der Amerikaner auf Afghanistan. Die vier wollen auch dorthin. Für nur zwei Wochen. Um den Menschen in Afghanistan zu helfen.

In Afghanistan angekommen, beginnt der Krieg.
Bomben schlagen ein, Menschen bewaffnen sich, flüchten. Aus Angst wollen die vier Jungs nur noch zurück nach Pakistan. In der Hektik der Flucht verschwindet Monir. Ruhel, Monir und Shafiq retten sich auf einen Lastwagen. Doch auf dem Weg nach Pakistan werden die Jungs gefangen genommen und
nach Guantanamo-Bay gebracht.

Dort erleben sie die alltägliche Folter der amerikanischen Soldaten. Isolationshaft, Hitze, laute Musik, Gewalt, Stresspositionen. Eines hält die Jungs allerdings am Leben: Die Hoffnung, irgendwann dort rauszukommen.

Der Film besteht nicht nur aus hektischer Kameraführung, Interviewpassagen, schnellen Schnitten und wackeligen Bildern, sondern auch aus Archivmaterial. Unter anderem ist George W. Bush zu sehen, wie er die Existenz der Gefangenlager legitimiert.

Der britische Regisseur Michael Winterbottom wurde für "The Road to Guantanamo" auf der Berlinale 2006 mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet. Diesen Preis hat er für den erschütternden Film wirklich verdient. Winterbottom ist einer der bedeutesten Regisseure Englands. Er verfilmt Themen mit politischer Brisanz. So erhielt Winterbottom im Jahre 2003 auf der Berlinale den Goldenen Bären für den Film " In this World". Darin beschreibt er die Geschichte eines jungen afghansichen Flüchtlinges.

Nach der Berlinale 2006 wurden vier der Schauspieler des Filmes "The Road to Guantanamo" auf dem Londoner Flughafen Luton verhaftet. In einem kleinen Raum eingesperrt wurden sie von einer Beamtin gefragt, ob sie Schauspieler geworden seien, um den Kampf der Muslime zu unterstützen. Und was sie vom Irak-Krieg halten würden. Nach einigen Stunden wurden sie allerdings wieder freigelassen.

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