Travel: Unterwegs auf La Réunion

Es gibt verschiedene Wege zum Ziel zu kommen. Diese wunderschöne Bucht im 'Paradies' zu erreichen. Man kann ein Mietauto nehmen. Und vorher in den Reiseführer schauen. Es geht aber auch anders .... 
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Saint Pierre, am ersten Weihnachtsfeiertag. Gut eine viertel Stunde stehen wir an der Uferstraße. Noch haben wir hier kein einziges Taxi gesehen. Deshalb entschließen wir uns zum Busbahnhof zu laufen. Bei 33 Grad in der Sonne. Mit Rucksäcken um die 14 Kilo. Dort angekommen werden erst einmal die verschwitzten T-Shirts gewechselt. Seltsame Gestalten schleichen hier entlang. Immer und immer wieder. Nur jetzt nicht die Rucksäcke aus den Augen lassen. Keine Bude hat offen. Nur ein Automat, indem Schokoriegel liegen. Snicker, Mars und Kitkat für 1,30 Euro das Stück. Durch die Wartehalle tippeln ein paar Tauben. Aus den Lautsprechern im Terminal erklingt ein Blues. Nach einer halben Stunde kommen hier ein paar gelbe Busse an. Immerhin besteht nun die Hoffnung, dass wir demnächst noch weiter kommen. Dass Ziel liegt 19 Autominuten entfernt. 14 Kilometer in Richtung Osten …..

Olympia 2016: "Willkommen in der Hölle"

 
Krankenhäuser, die ihre Patienten kaum versorgen können. Polizisten und Feuerwehrmänner, die wegen ausbleibender Löhne protestieren. "Rio ist nicht sicher" und "Willkommen in der Hölle". Mit solchen Transparenten wird der Tourist in Rio am Flughafen empfangen. Wie ist Rio wirklich? Wir haben uns vor Ort selbst ein Bild gemacht und für ein paar Monate in der Stadt gelebt. Ein Erfahrungsbericht. 
nachts in rio


Ist Rio sicher? An einigen Stellen schon. Wer sich am Freitag/Samstag Abend ins Vergnügungsviertel nach Lapa aufmacht, sollte jedoch Einiges beachten. Keine Kameras und Handys, keine Kreditkarten, wenig Bargeld. Besser ist es auch ein Taxi zu nehmen. Auch wenn die in Rio gern mal ein paar Umwege fahren, wenn sie merken, dass ein Tourist als Fahrgast zugestiegen ist.

Vergessen sollten man von vorherein, dass man in der Olympiametropole gut mit Englisch weiterkommt. In Rio spricht fast niemand eine andere Spache außer Portugiesisch. Selbst ein paar Euros oder Dollars zu tauschen gerät hier durchaus zum Problem. Und: wer in Rio einen Stadtplan sucht, sollte sich gleich am Ausgang vom Flughafen mit einem Faltplan eindecken.

Falls es zu einem Überfall kommt - und dies ist in Rio durchaus wahrscheinlich - nicht den 'Helden' spielen. Ein paar Reais (50 in kleinen Scheinen) mitnehmen und übergeben. Die Polizei anschließend zu rufen, bringt nichts. Die kann dann auch Nichts mehr machen.

Wenn man diese Sachen berücksichtigt - beim Baden seine persönlichen Sachen gar nicht erst mit zum Strand oder mit ins Wasser nimmt - wird eine Stadt entdecken, die es aufregender auf diesen Planeten kaum gibt.

Eine Metropole der krassen Gegensätze: hier die Favela, ein paar Meter weiter der Golfclub. Menschen, die Abends auf den Strassen liegen, - um die Ecke die knallbunten Fliesen auf den Treppen von Lapa. Mit hundertzehn - unangeschnallt - im Bus durch die hupende Innenstadt. Ein paar Kilometer abseits, der grösste Regenwald in einer Millionenstadt. Wasserfälle und ENDLICH Ruhe. Auf gehts. In Rio gibt es viel zu entdecken!

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