Schweden


Das schwedische Team qualifizierte sich souverän für die EM-Endrunde 2008. Nur dem Gruppenfavoriten Spanien mußte der Vortritt gelassen werden. Sechs Siege aus den ersten sieben Spielen sorgten dafür, dass die ärgsten Konkurrenten um den zweiten Platz in der Qualirunde, Nordirland und Dänemark, frühzeitig auf Abstand gehalten werden konnten. 

Für die Spiele in der Schweiz/Österreich konnte der Nationalheld Henrik Larsson, früher bei Celtic Glasgow, FC Barcelona und Manchester United aktiv, reaktiviert werden. Der mittlerweile 36-Jährige hatte nach dem Achtelfinal-Aus gegen Deutschland (0:2) bei der Weltmeisterschaft 2006 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Ebenfalls im Kader steht der seit Monaten verletzte Topstürmer Zlatan Ibrahimovic (Inter Mailand).

EM-Quartier: Hotel: Hotel Villa Sassa, Lugano, Trainingsplatz: Sportzentrum, Cornaredo/ Schweiz
EM-Aufgebot Schwedens:
Tor:
1 Andreas Isaksson (Manchester City FC), 12 Rami Shaaban (Hammarby), 13 Johan Wiland (IF Elfsborg).
Abwehr: 23 Mikael Dorsin (CFR 1907 Cluj), 4 Petter Hansson (Stade Rennais FC), 14 Daniel Majstorovic (FC Basel 1893), 3 Olof Mellberg (Aston Villa FC), 2 Mikael Nilsson (Panathinaikos FC), 15 Andreas Granqvist (Wigan Athletic FC), 5 Fredrik Stoor (Rosenborg BK).

Mittelfeld: 7 Niclas Alexandersson (IFK Göteborg), 19 Daniel Andersson (Malmö FF), 16 Kim Källström (Olympique Lyonnais), 18 Sebastian Larsson (Birmingham City FC), 9 Fredrik Ljungberg (West Ham United FC), 6 Tobias Linderoth (Galatasaray AS), 21 Christian Wilhelmsson (RC Deportivo La Coruña), 8 Anders Svensson (IF Elfsborg).
Sturm: 20 Marcus Allbäck (FC København), 17 Henrik Larsson (Helsingborgs IF), 11 Johan Elmander (Toulouse FC), 10 Zlatan Ibrahimović (FC Internazionale Milano), 22 Markus Rosenberg (Werder Bremen)

Trainer:  Lars Lagerbäck


EM-Quartier: Hotel: Hotel Villa Sassa, Lugano, Trainingsplatz: Sportzentrum, Cornaredo/ Schweiz

Das schwedische Team qualifizierte sich souverän für die EM-Endrunde 2008. Nur dem Gruppenfavoriten Spanien mußte der Vortritt gelassen werden. Sechs Siege aus den ersten sieben Spielen sorgten dafür, dass die ärgsten Konkurrenten um den zweiten Platz in der Qualirunde, Nordirland und Dänemark, frühzeitig auf Abstand gehalten werden konnten. 

Für die Spiele in der Schweiz/Österreich konnte der Nationalheld Henrik Larsson, früher bei Celtic Glasgow, FC Barcelona und Manchester United aktiv, reaktiviert werden. Der mittlerweile 36-Jährige hatte nach dem Achtelfinal-Aus gegen Deutschland (0:2) bei der Weltmeisterschaft 2006 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Ebenfalls im Kader steht der seit Monaten verletzte Topstürmer Zlatan Ibrahimovic (Inter Mailand).

Als die Schweden ihren größten Erfolg bei einer Weltmeisterschaft feierten, - obwohl feiern eigentlich das falsche Wort ist, denn eine Vizeweltmeisterschaft ist aufgrund der Niederlage im Finale nie ein Grund zur Freude - war weniger ihre Spielstärke und technische Raffinesse ausschlaggebend für das gute Ergebnis, als vielmehr ihre überharte Spielweise. Im Finale vor heimischen Publikum jedoch half ihnen auch das nichts: die Brasilianer mit dem gerade mal 17 Jahre alten Pele waren einfach eine Klasse besser und gewannen 5:2.

Auf dem Weg ins Endspiel haben die Schweden lediglich ein Remis hinnehmen müssen. Und nach dem Halbfinale, dass sie 3:1 gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland gewannen, war die antischwedische Stimmung hierzulande aufgrund der brutalen Spielweise der Gastgeber so groß, dass schwedische Autos beschädigt wurden, schwedische Gerichte von Speisekarten verschwanden und DFB-Präsident Bauwens erwog, nie mehr einen Fuß auf schwedischen Boden zu setzen.

In den folgenden Jahren haben sich die Schweden auf der internationalen Bühne rar gemacht. Mit dem Ergebnis, dass sie sich entweder gar nicht für eine Endrunde qualifizieren konnten, oder aber schon nach der Vorrunden ausschieden. Lediglich bei der ersten WM in Deutschland 1974 erreichten sie die Zwischenrunde, dort mussten sie sich jedoch dem späteren Weltmeister Deutschland und dem späteren Drittplatzierten Polen geschlagen geben. Nachdem vier Jahre später wieder schon nach der ersten Gruppenphase Endstation war, fanden die beiden Weltmeisterschaften in den 80er Jahren mal wieder komplett ohne die Nordmänner statt. In Italien 1990 war man zwar dabei, aber so erfolglos wie fast immer.

Als Gastgeber erreichten die Schweden 1992 das EM-Halbfinale.  Schweden wurde nach einem 1:1-Auftaktunentschieden gegen Frankreich im Råsunda-Stadion und zwei Siegen gegen Dänemark (1:0) und England (2:1) Gruppensieger. Im Halbfinale verloren die Schweden allerdings gegen Deutschland verdient mit 2:3.

Die Halbfinalteilnahme bestätigten die Nordmänner zwei Jahre später mit einem dritten Platz bei der WM 1994 in den USA. Und dieser dritte Platz wurde sogar ohne die Gefährdung der gegnerischen Gesundheit erzielt. Die Schweden spielten zwar keinen technisch hochklassigen Fußball, hatten aber einen homogenen Kader und waren taktisch sehr diszipliniert.
Das folgende WM-Turnier 1998 bedeutete mal wieder ein Rückfall in alte Zeiten, d.h., es fand ohne sie statt. In Südkorea/Japan 2002 erreichten sie immerhin das Achtelfinale, wo sie aber völlig überraschend den Senegalesen unterlagen.

Die Europameisterschaft 2004 begann für Schweden mit einem 5:0 über Bulgarien prächtig. Nach zwei Unentschieden gegen Dänemark und Italien trafen die Blaugelben im Viertelfinale auf Holland. Einer zweistündigen Nullnummer folgte das Aus im Elfmeterschießen.

Bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren überstanden die "Tre Kronors" die Gruppenphase hinter England als Zweitplatzierter. Ein kümmerliches 1:0 über Paraguay bedeutete den entscheidenden Sieg. Im Achtelfinale waren die chancenlosen Schweden mit einem 0:2 gegen Gastgeber Deutschland gut bedient. Für Furore sorgte das zahlreiche Auftreten der Fans. Ca. 50.000 Anhänger folgten ihrem Team an die verschieden Spielorte in der Bundesrepublik.

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