"Acht Jahre bangen"

Welche Wahrheit steckt in den eingefrorenen Dopingproben aus Peking?

 

sport inside, 01.09.2008, - wdr

 

Kann ein Mensch die in Peking gezeigten Zeiten rennen, schwimmen und laufen? Geht alles mit rechten Dingen zu? Waren Bolt, Phelps und Co sauber oder werden sie in ein paar Jahren enden wie Marion Jones und Ben Johnson? Zu Beginn der Olympischen Spiele hat das IOC beschlossen, die in Peking genommenen 3.801 Urin- und 969 Blutproben acht Jahre lang einzufrieren. Das Ziel: neu entwickelte Analysemethoden sollen Doping-Betrüger auch im Nachhinein enttarnen. Mit Tests auf Stoffe, die man heute noch nicht entdecken kann. Dies kann bedeuten, manch souveräner Olympiasieger steht in ein paar Jahren möglicherweise ohne Gold da.

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Doping dank falschen Attests?

Der Sportbetrug mit ärztlichen Bescheinigungen

von Ralf Meutgens

Radsportler, Schwimmer, Skilangläufer, alle, zum Beispiel schwer asthmakrank, das ist fast schon die Regel. Der Nationalen Anti-Doping-Agentur liegen entsprechende medizinische Erklärungen vor. Im Amateursport aber scheinen viele Atteste gefälscht.

Anfang 2009 hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter dem Titel "Hodenkrebs-Attest als Ausweg?" auf eine mögliche Schreibtisch-Manipulation im Radsport hingewiesen. Der betreffende Radsportler hatte sich nach der positiven Probe, die durch die Einnahme eines verbotenen Medikamentes erfolgt sein soll, an seinen Hausarzt gewandt. Der spielte - laut Staatsanwaltschaft - wie schon früher mit und diagnostizierte eine leichte urologische Entzündung. Möglicher Weise war die sogar provoziert. Da der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in diesem Fall jedoch das Gutachten eines Facharztes für Urologie voraussetzte, überwies der Hausarzt seinen Patienten an einen ihm bekannten Urologen, der wiederum die leichte Entzündung bestätigte. Aus diesem Arztbrief wurde dann offenbar, wie verlangt, ein fachärztliches Attest.

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In zwei Jahren 330 000 Euro extra

ARD-Sportschau: Freiburger Sportärzte - In zwei Jahren 330 000 Euro extra - In den Jahren 2006 und 2007 zusätzliche Zahlungen vereinbart

 

(Text WDR) - In den Jahren 2006 und 2007 sollten vier Ärzte der Freiburger Universitätsklinik mit Extra-Zahlungen für die sportmedizinische Betreuung des Teams Telekom und Team T-Mobile bedacht werden. Das geht aus entsprechenden Verträgen zwischen der Olaf Ludwig Cycling GmbH und der Neuer Strassen Sport GmbH des Amerikaners Bob Stapleton mit den Medizinern und weiteren Unterlagen hervor.

 

Nach Informationen der ARD-Sportschau, der die Verträge und Unterlagen vorliegen, waren für Dr. Stefan Vogt, der die Fahrer des T-Mobile Teams mehrfach bei der Tour de France betreut hat, im Jahr 2007 allein 72 000 Euro vorgesehen. 

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Zwei Kapseln Andriol - die Geschichte der Anne-Kathrin Elbe


ak klein.jpgAnne-Kathrin Elbe erhielt im Herbst 2007 die 'Heidi- Krieger -Medaille'. Für ihre "bewiesene Charakterstärke und ihren Mut", wie es in der Begründung des Doping -Opfer -Hilfevereins heißt.

 

Ihre Geschichte: Anne-Kathrin Elbe ist mehrfache deutsche Jugend- und Juniorenmeisterin im Sprint, trainiert in Leverkusen. Auf ihr Teenagerleben wollte die jetzt 20jährige lange Zeit nicht zurückblicken. Mit dem nötigen Abstand, gelingt ihr das jetzt.

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Doping im Radsport

- das Buch zum Thema


'Doping im Radsport' - unser Autor Ralf Meutgens hat ein Buch heraus gegeben. In ihm berichten Insider, Experten und Anti-Doping-Kämpfer über ein Thema, das im Profiradsport zum Alltag gehört. Wer sich für das Thema interessiert: hier das Inhaltsverzeichnis des Buches aus dem Verlag Delius Klasing, daß jetzt schon als Standardwerk angesehen wird.

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Doping und Ethik

- kurze Reflexionen aus der Außenperspektive


von Prof. Dr. Albrecht Classen

Mit Erstaunen reagiert man als Außenstehender auf die große Aufregung um Doping im internationalen Radsport. Sind es einzelne, die die Regeln brechen, oder handelt es sich um systeminterne Probleme, wie jüngst Ralf Meutgens in seinem Buch „Doping im Radsport“ vor Augen geführt hat? Welche Bedeutung besitzt dieses Thema global gesehen für den Sport und für die Gesellschaft schlechthin?

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Weblog: Tour de dopage 2006

05.08.2006 10:55
Nun ist es raus! Auch die B-Probe von Floyd Landis war positiv. Ihm wir jetzt wohl der Tour-Sieg aberkannt. Die neue Reihenfolge dann:
1. O. Perriero
2. A. Klöden + 32 sec
3. C. Sastre + 2:16 min

27.07.2006 18:36
Die Tour 2006 ist zu Ende, die Tour ist am Ende. Spätestens nach Floyd Landis positiver Probe muß das jedem klar sein. Schon erwägt das ZDF einen Rückzug von der Berichterstattung.

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Blutdoping - Volle Ladung

Details des spanischen Dopingskandals deuten darauf hin, dass Blutdoping bei betrugswilligen Radsportlern derzeit besonders hoch im Kurs steht. Wir beleuchten die Hintergründe.

Mit freundlicher Genehmigung dokumentieren wir den Artikel aus der Radsportzeitung TOUR 08/2006.

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Rennen hinter den Rennen

Dopende Sportler können sich inzwischen auf Jahre hinaus nicht mehr sicher sein, nicht doch noch als Betrüger entlarvt zu werden. Ein Einblick in den Wettlauf zwischen Dopern und Wissenschaftlern.

Mit freundlicher Genehmigung dokumentieren wir den Artikel aus der Radsportzeitung TOUR 10/2005.

Es geht viel um Schnelligkeit im Radsport. Nicht nur auf dem Fahrrad. Wer zu verbotenen Mitteln greift, achtet darauf, dass die Spuren der unerlaubten Medikamente möglichst schnell aus dem Körper verschwinden. Oder noch besser: Man achtet darauf, stets schneller die Wirkstoffe zu wechseln als diese von den Fahndern in den Antidopinglaboren nachweisbar sind. Immer wieder stellten die Dopingfahnder in der Vergangenheit fest: Sie laufen dem Fortschritt beim Doping hinterher.

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Russisches Roulette - Der Fall Hondo

Mit freundlicher Genehmigung dokumentieren wir den Artikel aus der Radsportzeitung TOUR 05/2005.

Danilo Hondo wurde des Dopings überführt. Seine Geheimwaffe im gefährlichen Spiel: Carphedon, ein relativ unbekanntes Aufputschmittel der im Radsport "beliebten" Gruppe der Amphetamine.

Amphetamine haben im Radsport eine unheilvolle Tradition: Das prominenteste Beispiel ist der Brite Tom Simpson, der 1967 am Mont Ventoux unter den Augen der Tour-de-France-Zuschauer einen dramatischen Todeskampf verlor. Auch der Wirkstoff Carphedon, der in Danilo Hondos Dopingproben entdeckt wurde, ist ein Amphetamin.

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Spendenaktion

Mit freundlicher Genehmigung dokumentieren wir einen Hintergrundartikel unseres Autors aus der aktuellen Radsportzeitung TOUR 11/2004.

Tyler Hamilton, als schmerzresistenter Kämpfer-Typ seit der Tour 2003 einer der Top-Stars der Szene, hat seine Karriere mit einer unappetitlichen Blutdoping-Affäre wohl ruiniert. Dass er nun versucht, das Nachweisverfahren in Zweifel zu ziehen, wird ihm nicht helfen - die Sache scheint wasserdicht

Tyler Hamilton ist einer von vielen Radprofis, ein guter, ohne Zweifel. Bei den Olympischen Spielen in Athen war er Erster - Erster im Einzelzeitfahren. In der Disziplin, in der ausschließlich die eigene Leistung entscheidet.

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