Im Portrait: Christina Obergföll

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Das einstige zentrale Trainingscamp des DDR-Spitzensports in Kienbaum ist nach der Wiedervereinigung auch für eine Vielzahl von Athleten aus den alten Bundesländern eine feste Adresse geworden.

Die Speerwerferin Christina Obergföll von der LG Offenburg kam 1998 das erste Mal in die idyllische Gegend in Brandenburg. Seither ist sie regelmäßig mit ihrem Trainer Werner Daniels ein bis zweimal im Jahr im Bundesleistungszentrum Kienbaum, das seit dem Untergang der DDR für über 40 Millionen Euro saniert und ausgebaut wurde. Auch zur direkten Vorbereitung auf die Leichtathletik-WM in Osaka sind beide wieder in die vierzig Kilometer von Berlin entfernte Großanlage im Kiefernwald, am Liebenberger See gefahren.

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Mehrkampf: Das Geheimnis von Götzis

Jedes Jahr Ende Mai in einem kleinen Dorf in den Bergen von Österreich. Fremde fallen ein. Aus Jamaika, Canada, und den Vereinigten Staaten kommen sie, um hier Sport zu treiben. Was führt sie hierher? Das Geheimnis von Götzis ist auch ein Geheimnis des Mehrkampfes. Hier werden die wahren 'Könige der Athleten' gekrönt. Jeder will dabei sein, koste es was es wolle.

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Der dritte Kronzeuge

AKTUELL: BDR mit Strafanzeige gegen mehrere Sportler

 

Warum die Aussagen von Amateurradsportler Philip Schulz den Bund Deutscher Radfahrer in Bedrängnis bringen könnten

 

Sport inside
09.02.2009
22:45 Uhr (WDR)
Whlg. 10.02.2009 - 09:20 Uhr (WDR)


Philip Schulz will angreifen. Jedoch nicht auf der Straße, sondern vor Gericht. Es ist etwas mächtig schief gelaufen in seinem Radfahrerleben. Nun ist es für ihn an der Zeit Klartext zu reden. Klartext darüber, wie das Dopingsystem im Amateurradsport funktioniert, dem auch er letztlich nicht widerstehen konnte. Er ist nach den Profis Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz der dritte deutsche Radsportler, der sein Schweigen bricht. Als Kronzeuge will er sich dem Bund Deutscher Radfahrer anbieten. Philip Schulz spricht über Hintergründe, Dopingmittel und wie ein Sportkollege ihn dazu drängte, harte Dopingmittel zu nehmen.


2008 wurde Philip Schulz erwischt. Mit Boldenon, einem Mittel für die Pferdezucht. In Deutschland ist es als Medikament nicht einmal in der Tiermedizin zugelassen. Schulz steht vor einem Scherbenhaufen und entscheidet sich für bedingungslosen Angriff. Beim BKA hat er Strafanzeige gegen Fahrerkollegen gestellt. Auch beim BDR will er auspacken, reinen Tisch machen, um seine Strafe zu mildern. Der BDR hat sich entschieden, das Angebot anzunehmen. Allerdings prüft er gleichzeitig rechtliche Schritte gegen seinen Kronzeugen, da Schulz einen Verbandsmitarbeiter mit seinen Aussagen schwer belastet. (Text WDR)

 

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"Verjährung ausgeschlossen"

Wie die Ermittler das Doping-Geflecht um die Freiburger Uniklinik Stück für Stück freilegen

Ein Bericht von Fred Kowasch und Ralf Meutgens

sport inside - 27.10.2008 (WDR)

Die Freiburger Staatsanwaltschaft hat einen weiteren Zeugen für Doping ab dem Jahr 2003 in den Radsportteams "Team Telekom" und "T-Mobile" ausfindig gemacht. Der Zeuge, dessen Name Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier "zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht preisgeben will", habe angegeben, dass in beiden Teams in nicht verjährter Zeit unter Mitwirkung der Teamärzte Prof. Dr. Andreas Schmid und Dr. Lothar Heinrich Epo verabreicht worden sei, so Maier. Nach WDR-Informationen soll es sich bei dem Zeugen um einen Radprofi handeln, der unter anderem 2003 für das Team Telekom und 2004 für das Team T-Mobile gefahren ist. Er soll gegenüber den Fahndern umfassend über Doping-Praktiken in beiden Rennställen ausgesagt haben. 

sport inside zeigt den neuesten Stand der Ermittlungen.

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Im Interview: Declan Hill

Mr. Hill, wie schätzen Sie die generelle Situation von möglicher Wettmanipulation im Profi-Sport ein?

"Ich glaube alle Sportfunktionäre sollten sehr vorsichtig sein. Ein neues Phänomen zieht am Horizont auf. Genauso wie die Musikindustrie durch das Internet revolutioniert und verändert wurde, wird jetzt der Wettmarkt umgekrempelt. Es gibt Wettfirmen, wie den britischen Onlineanbieter Betfair, der Millionenumsätze verzeichnet. Vor fünf oder sechs Jahren war an diese Entwicklung nicht zu denken. Jetzt bieten diese Firmen Sportwetten an und das weltweit. Das beeinflusst natürlich den gesamten Sport. Dieser soziale Wandel wirft sich wie eine Welle über den Sport und wirkt sich dementsprechend auf ihn aus."

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"Zu leichtes Spiel"

Warum Begegnungen der Fußball-WM 2006 und der Bundesliga unter Manipulationsverdacht stehen


sport inside, 01.09.2008 - 22:45 Uhr (wdr)

Der Fußball im Zentrum eines mutmaßlichen neuen Wettskandals. Vier WM-Spiele aus 2006 sollen betroffen sein. Das Achtelfinale Ecuador gegen England 0:1. Das Achtelfinale Brasilien gegen Ghana – Endstand 3:0. Viertelfinale Italien gegen Ukraine – Endtand 3:0. Das Vorrundenspiel Italien gegen Ghana – 2:0. Die WM 2006 in Deutschland – das Sommermärchen. Ghana gegen Brasilien ist eines der Achtelfinalspiele. Ghanas Fußballer sind krasse Außenseiter gegen den WM-Favoriten. Es soll ein Fest werden. Die Ghanaer können lange Zeit mithalten. Schließlich gewinnt Brasilien sicher mit 3:0.

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"Acht Jahre bangen"

Welche Wahrheit steckt in den eingefrorenen Dopingproben aus Peking?

 

sport inside, 01.09.2008, - wdr

 

Kann ein Mensch die in Peking gezeigten Zeiten rennen, schwimmen und laufen? Geht alles mit rechten Dingen zu? Waren Bolt, Phelps und Co sauber oder werden sie in ein paar Jahren enden wie Marion Jones und Ben Johnson? Zu Beginn der Olympischen Spiele hat das IOC beschlossen, die in Peking genommenen 3.801 Urin- und 969 Blutproben acht Jahre lang einzufrieren. Das Ziel: neu entwickelte Analysemethoden sollen Doping-Betrüger auch im Nachhinein enttarnen. Mit Tests auf Stoffe, die man heute noch nicht entdecken kann. Dies kann bedeuten, manch souveräner Olympiasieger steht in ein paar Jahren möglicherweise ohne Gold da.

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Doping dank falschen Attests?

Der Sportbetrug mit ärztlichen Bescheinigungen

von Ralf Meutgens

Radsportler, Schwimmer, Skilangläufer, alle, zum Beispiel schwer asthmakrank, das ist fast schon die Regel. Der Nationalen Anti-Doping-Agentur liegen entsprechende medizinische Erklärungen vor. Im Amateursport aber scheinen viele Atteste gefälscht.

Anfang 2009 hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter dem Titel "Hodenkrebs-Attest als Ausweg?" auf eine mögliche Schreibtisch-Manipulation im Radsport hingewiesen. Der betreffende Radsportler hatte sich nach der positiven Probe, die durch die Einnahme eines verbotenen Medikamentes erfolgt sein soll, an seinen Hausarzt gewandt. Der spielte - laut Staatsanwaltschaft - wie schon früher mit und diagnostizierte eine leichte urologische Entzündung. Möglicher Weise war die sogar provoziert. Da der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in diesem Fall jedoch das Gutachten eines Facharztes für Urologie voraussetzte, überwies der Hausarzt seinen Patienten an einen ihm bekannten Urologen, der wiederum die leichte Entzündung bestätigte. Aus diesem Arztbrief wurde dann offenbar, wie verlangt, ein fachärztliches Attest.

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In zwei Jahren 330 000 Euro extra

ARD-Sportschau: Freiburger Sportärzte - In zwei Jahren 330 000 Euro extra - In den Jahren 2006 und 2007 zusätzliche Zahlungen vereinbart

 

(Text WDR) - In den Jahren 2006 und 2007 sollten vier Ärzte der Freiburger Universitätsklinik mit Extra-Zahlungen für die sportmedizinische Betreuung des Teams Telekom und Team T-Mobile bedacht werden. Das geht aus entsprechenden Verträgen zwischen der Olaf Ludwig Cycling GmbH und der Neuer Strassen Sport GmbH des Amerikaners Bob Stapleton mit den Medizinern und weiteren Unterlagen hervor.

 

Nach Informationen der ARD-Sportschau, der die Verträge und Unterlagen vorliegen, waren für Dr. Stefan Vogt, der die Fahrer des T-Mobile Teams mehrfach bei der Tour de France betreut hat, im Jahr 2007 allein 72 000 Euro vorgesehen. 

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Zwei Kapseln Andriol - die Geschichte der Anne-Kathrin Elbe


ak klein.jpgAnne-Kathrin Elbe erhielt im Herbst 2007 die 'Heidi- Krieger -Medaille'. Für ihre "bewiesene Charakterstärke und ihren Mut", wie es in der Begründung des Doping -Opfer -Hilfevereins heißt.

 

Ihre Geschichte: Anne-Kathrin Elbe ist mehrfache deutsche Jugend- und Juniorenmeisterin im Sprint, trainiert in Leverkusen. Auf ihr Teenagerleben wollte die jetzt 20jährige lange Zeit nicht zurückblicken. Mit dem nötigen Abstand, gelingt ihr das jetzt.

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