"Machts gut!" - Abschied eines Tour-Siegers


Der Tour de France Sieger von 1997, Jan Ullrich, hat Ende Februar in Hamburg seinen Rücktritt als Radprofi bekannt gegeben. In einer Presseerklärung vor über zwei Dutzend Kamerateams und mehr als 150 Medienvertretern, äußerte er sich nicht konkret zu den gegen ihn erhobenen Doping-Vorwürfen. Der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger kritisierte den Chef des Deutschen Radverbandes, Rudolf Scharping heftig, den er Populismus vorwarf. Fragen waren bei der knapp einstündigen Veranstaltung im Ballsaal II des Hamburger Nobelhotels Inter Continental nicht zugelassen.

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Verbotene Cocktails - Spitzensport a la Tour de France

auslandsjournal (ZDF)
19. Juli 2001

Reporter: Ralf Meutgens, Fred Kowasch
Kamera: Reinhard Biermann

Länge: 06:40 min

 

Es ist Frankreichs Sportereignis des Jahres. 3462 quälend lange Kilometer. 21 Tage Vollgas. Bis man vor Schmerzen nicht mehr treten oder sitzen kann. Die Tour de France - vor allem ist sie ein gigantischer Werbefeldzug. Banken, Lotterien und Mobilfunkanbieter fahren um die Wette - alles für die Medienpräsens. Bei 100 Millionen Mark liegt der Etat der Tour de France. Davon sind lediglich 5 Millionen Mark Preisgeld. Der Radsport - fast nur Beiwerk.

 

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Mit Doping auf den Gipfel

FRONTAL 21 - Juni 2001

Bericht: Ralf Meutgens und Fred Kowasch
Kamera: Stefan Stechow
Länge: 8:13 min

 

San Remo - 06.Juni 2001.
Ein schwarzer Tag für den Giro d `Italia.
Die- "Operation Kleeblatt" erinnert an eine Drogenrazzia. Über 200 italienische Ermittler dringen in die Hotels der Radsportteams, durchwühlen Hotelzimmer und nehmen Leibesvisitationen vor.

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Die Rebellin und der Verband

Wie Larissa Kleinmann den Bund Deutscher Radfahrer herausfordert


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Sie ist eine Topathletin und galt als Medaillenhoffnung für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Doch der Traum ist geplatzt, weil Larissa Kleinmann ihren eigenen Kopf durchgesetzt hat. Nach einer Sturzverletzung im Rennen und einem Schwächeanfall während der Grundausbildung bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr, entschied die Athletin selbst, was für sie und ihre Leistung am Besten ist: eine Urlaubsreise nach Mexiko. Alleine, mit Rucksack, drei Wochen lang. Dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gefiel das gar nicht.


.... zum Sendetext (Sport Inside vom 18.02.2008) geht es hier!


.... Reaktionen auf den Sport Inside Beitrag.

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"Geld schießt Tore" - Die Bundesliga-Kolumne

16.05.12 Der Skandal sind die Spiele selbst
von Markus Merkt-Nichts

Die Relegationsspiele in Karlsruhe und Düsseldorf gehen mit Zuschauerausschreitungen, und einem zünftigen Platzsturm als skandalös in die Bundesligageschichte ein. Die Liga ist an diesen Ereignissen allerdings mitschuldig. Sportlich macht es keinen Sinn nach einer regulären Saison „Hopp-oder-Top-Spiele anzusetzen. Es geht hier nur um neu entfachte Spannung, das Schüren von Emotionen mit denen man hohe Einschaltquoten und damit frisches Geld generiert. Das Verhalten einiger Zuschauer ist nicht überraschend. Das Publikum wird durch diese Umstände aufgeheizt und manche Fans kommen dann mit ihren Gefühlen nicht klar. Die DFL will mit den Ausscheidungsspielen Dramen und Wahnsinn schaffen. Hat sie diese Woche, anders als erhofft, bekommen...

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Über allem flattert der Gold-Diskus ....

bolt1von Fred Kowasch

04.09. - Am Ende ist das Interesse an der WM so gross, dass die Webseite des Veranstalters unter den Anfragen zusammen bricht. Wohl dem der einen Superstar wie Usain Bolt hat. Ihn bekommt man nicht alle Tage. Ein Riesen-Plus im Ringen um Aufmerksamkeit, um Fernseh- gelder und Sponsoren. Dass er den 100 Meter Lauf versenkte - geschenkt. Entweder er wollte Weltrekord laufen oder eine PR-Nummer aufziehen. Zumindest Letzteres ist geglückt.


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Eine abenteuerliche Konstruktion

Zum Urteil im Wettskandal

Ein Kommentar von Fred Kowasch

19.05.2010
Wenn der Gesetzgeber keine Möglichkeit einräumt, Wettmanipulationen zu ahnden, dann muß sich die Behörde etwas einfallen lassen. Dieses Gefühl bekam man beim Schlußplädoyer von Staatsanwalt Andreas Bachmann in Bochum. Um Ante Sapina paragraphenkonform zu verurteilen, 'zauberte' der Anklagenvertreter flugs eine neue Bande aus dem Ärmel.

So wurden hochrangige Mitarbeiter eines britischen Wettanbieters am 12. Verhandlungstag plötzlich zu Sapinas Komplizen in Europas grösstem Wettskandal. Namen wie Chang und Eric Ho, die in der Beweisaufnahme bisher allenfalls am Rande eine Rolle spielten. Am 12. Verhandlungstag wurden sie völlig unvermittelt von der Anklage zu Mitttätern gemacht. Bereits im ersten Verfahren zu Bochum hatte sich die Staatsgewalt mit dem Rechtskonstrukt der Bande schon trefflich verspekuliert.

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Eine Schublade für jeden von uns

Ein Gastbeitrag von Udo Vetter

Das Bundeskanzleramt machte die Sache eilig. Ohne Diskussion im Bundestag sollte der Bundesrat noch schnell vor der Fußballweltmeisterschaft eine Rechtsverordnung abnicken, welche die heute schon umfangreichen Karteien des Bundeskriminalamtes auf ein rechtliches Fundament stellt.

Dabei weiß die Regierung schon seit anderthalb Jahren, dass etwa die polizeiliche Datei "Gewalttäter Sport" rechtswidrig ist. Verwaltungsgerichte hatten klargemacht, dass die Datensammlung ohne entsprechendes Gesetz oder Verordnung keine wirksame Rechtsgrundlage hat.

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Anmerkungen zur Glaubwürdigkeitskrise des Sports

 von Constantin Graf von Hoensbroech

Zu Beginn dieses Artikels muss ein Geständnis stehen. Der Verfasser räumt ein, dass auch er wieder viele Fernsehübertragungen von der Tour de France gesehen hat. Nicht genug damit. Auch die Weltmeisterschaften der Leichtathleten sind Teil seines passiven Sportprogramms. Ein Sportinteressierter und praktizierender Breitensportler ist ohnehin immer aktiv dabei.

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Tour der Leiden? - Tour der Lügen?

von Ralf Meutgens

Vor über 100 Jahren wurde die Tour de France nur zu einem Zweck aus der Taufe gehoben: Das härteste Radrennen aller Zeiten, wie es ihre  Väter nannten, sollte die Auflage einer Zeitschrift, kurioser Weise  hieß die 'L´Auto', steigern. Und zwar dadurch, dass vorrangig durch  sie darüber berichtet wurde. Das Konkurrenzblatt 'Le Velo' stand  besser da, weil es über Radrennen berichtete, die es selbst  veranstaltete. Die Rechnung ging auf und nach dem Motto `Die Geister,  die man rief´ hätte schon damals klar sein müssen, wohin diese Art des Marketings führen würde. 

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Auf dünnen Beinen ....

Ein paar Gedanken zum Freiburger Abschlußbericht der Expertenkommission

von Fred Kowasch

Für mich hat der Bericht ein paar Unstimmig- und Ungenauigkeiten. Die Aussage des Kommissionvorsitzenden Dr. Hans-Joachim Schäfer: Matthias Kessler und Andreas Klöden hätten am 02.07.2006 in der Freiburger Uniklinik (Abteilung Sportmedizin) im Keller Blutdoping betrieben, ist nach Lektüre des Berichtes, nicht hinreichend belegt. Als direkten Zeugen gibt es nur einen: Patrik Sinkewitz.

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