Zyklisch verseucht

Neue Qualität von Dopingfällen im Radsport

 

Von Ralf Meutgens

 

Nach der jährlichen Pressekonferenz der NADA, der Nationalen Anti-Doping-Agentur, herrschte Verwirrung. In der Presse wurde berichtet, daß der Bund Deutscher Radfahrer/ BDR mit fünf Sperren wegen Dopingvergehen Spitzenreiter unter den deutschen Verbänden sei. Es habe drei Fälle von Doping mit Stimulanzien gegeben, außerdem zwei mit EPO, die aber nicht mal in der Bilanz der NADA auftauchten.

 

Bei genauerem Hinsehen stellt sich die Situation wie folgt dar: Ein EPO-Fall betrifft eine eingefrorene Probe aus dem Jahr 2007, der andere eine Trainingskontrolle aus dem Vorjahr; Stimulanzien werden nur einmal aufgeführt. Sie betreffen eine Wettkampfkontrolle der fämischen Nada, die einen deutschen Radsportler im Jahr 2008 überführte; zwei Fälle betreffen Radsportler, die im Wettkampf 2009 mit der Modedroge Cannabis erwischt wurden. Von den beiden letzten ist aber nur einer der Öffentlichkeit bisher bekannt. Er betrifft einen Amateurradsportler. Cannabis wirkt nicht stimulierend, sondern beruhigend und wird vornehmlich bei Risikosportarten genommen.

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Alte Liebe rostet nicht

von Ralf Meutgens

 

Sa Torre
Foto: Fred Kowasch, All rights reserved

 

Vor 30 Jahren haben wir uns kennengelernt. Damals war ich allerdings schon 20 und musste wissen, worauf ich mich einlasse. Von Beginn an bin ich auf sie geflogen. Und immer war es eine Punktlandung. Bereut habe ich es nie, auch wenn es heute nicht mehr so heiß her geht wie früher. Aber schön ist es immer noch, vielleicht sogar schöner. Auf jeden Fall anders. Das Alter hat auch seine Vorzüge. Die Rede ist von Mallorca und dem Radsport. Was dachten Sie denn?

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„Zu kurz gesprungen" - Meister wider Willen?

Geschichte vom Deutschen Meister, der keiner war

 

Fehlurteile und Korruption gibt es im Sport in großem Umfang. Insofern handelt es sich bei der hier zu berichtenden Manipulation, die bisher in den Archiven vergessen schien, eher um eine Randnotiz. Dass der Vorfall den Radsport betrifft sowie damals handelnde Personen, die heute noch immer am Rad drehen, scheint allerdings eher szene-typisch zu sein.

 

Eine Recherche von Ralf Meutgen

 

Es war am 30. Juli 1973, bei den Deutschen Straßen-Meisterschaften der Radamateure im pfälzischen Queidersbach. Kurz vor dem Ziel lösen sich zwei Fahrer aus einer Ausreißer-Gruppe, Jürgen Kraft aus Gießen und der Berliner Burckhard Bremer, der zum so genannten Tigersprung ansetzt. Dabei werden Oberkörper und die gestreckten Arme ruckartig nach vorne gestossen, um so als erster mit dem Vorderrad über die Zielmarkierung zu schießen. Doch Bremer hatte sich verschätzt. Da man bei dieser besonderen Technik des Zieleinlaufs nicht mehr treten kann, darf sie nicht zu früh angesetzt werden.

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'sport inside' - "Billigend in Kauf genommen"

Wie zwei Sportärzte an der Uniklinik Freiburg jahrelang deutsche Radsportler dopten

 

sport inside -27.04.2009

Ein Film von Ralf Meutgens und Fred Kowasch

 

Er ist einer der Kronzeugen für den grössten Sportskandal in den letzten Jahren. Patrick Sinkewitz. Der ehemalige Radprofi vom T-Mobile-Team behautet, hier in Freiburg am Universitätsklinikum, in der Abteilung Sportmedizin, gedopt worden zu sein.

 

Und diese beiden Herren sollen für den Sportbetrug verantwortlich sein, sagt Sinkewitz. Professor Dr. Andreas Schmid und Dr. Lothar Heinrich, früher Ärzte im T-Mobile-Team.

 

Im Jahr 2006 sollen sie ihm, so gab Sinkewitz in einer Befragung durch das BKA an, sechs Liter Blut entnommen und wieder zugeführt haben.


Unter SPECIALS gibt es die gesamte Reportage zu Nachlesen.
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'sport inside' - "Verjährung ausgeschlossen"

Wie die Ermittler das Doping-Geflecht um die Freiburger Uniklinik Stück für Stück freilegen


Ein Bericht von Fred Kowasch und Ralf Meutgens

sport inside - 27.10.2008 (WDR)

 

Die Freiburger Staatsanwaltschaft hat einen weiteren Zeugen für Doping ab dem Jahr 2003 in den Radsportteams "Team Telekom" und "T-Mobile" ausfindig gemacht. Der Zeuge, dessen Name Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier "zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht preisgeben will", habe angegeben, dass in beiden Teams in nicht verjährter Zeit unter Mitwirkung der Teamärzte Prof. Dr. Andreas Schmid und Dr. Lothar Heinrich Epo verabreicht worden sei, so Maier. Nach WDR-Informationen soll es sich bei dem Zeugen um einen Radprofi handeln, der unter anderem 2003 für das Team Telekom und 2004 für das Team T-Mobile gefahren ist. Er soll gegenüber den Fahndern umfassend über Doping-Praktiken in beiden Rennställen ausgesagt haben. 

sport inside zeigt den neuesten Stand der Ermittlungen.

 

Unter SPECIALS gibt es die gesamte Reportage zu Nachlesen.
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2008: Das Jahr der Absagen

Folgende Rennabsagen stehen direkt in Zusammenhang mit Doping:

23.-27.04.2008  LOTTO–Rundfahrt (ehem. Niedersachsen-Rundfahrt)
Mai 2008        Rheinland-Pfalz-Rundfahrt
19.07.2008      Rund in Radevormwald
29.07.2008      Großer Preis der NVV AG in Mönchengladbach-Rheydt
31.07.2008      ENTEGA Grand Prix - Rund um die Volksbank Lorsch
01.08.2008      Paar Zeitfahren Chrono 2
02.08.2008      Rund um die Hainleite
August 2008     Unnaer Radnacht
05.09.2008      Eurobike Altstadtkriterium in Ravensburg
17.-21.09.2008  3-Länder-Tour der SV SparkassenVersicherung (ehem.
Hessen-Rundfahrt)

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Hormonzwiebeln und andere Auswüchse

Ein Radsport-Urgestein erzählt

 

von Ralf Meutgens

 

 Der ehemalige Profi und Radsport-Trainer Wolfgang Schulze hat schlechte Erfahrungen mit Ärzten und Funktionären im organisierten Radsport gemacht. Wolfgang Schulze, den viele `Schulle´ nennen dürfen, ist ein Urgestein. Das betrifft sowohl den Radsport als auch Berlin. 1940 in Charlottenburg geboren, war er von 1961 bis 1978 als Radprofi erfolgreich. Nachdem er mit 19 Jahren Deutscher Meister im 100 Kilometer Mannschaftsrennen wurde, sah er seine Zukunft bei den Sechs-Tagerennen. 136 Mal ging Schulze an den Start, bei 50 Podiumsplätzen stand er insgesamt zehn Mal ganz oben. Bei den Stehern wurde er sowohl auf der Winter- wie auch auf der Sommerbahn Deutscher Meister über 100 Kilometer. Seine Rekordzeit von einer Stunde und 15 Minuten für diese Strecke hinter dem schweren Motorrad hat bis heute Bestand.

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"Machts gut!" - Abschied eines Tour-Siegers


Der Tour de France Sieger von 1997, Jan Ullrich, hat Ende Februar in Hamburg seinen Rücktritt als Radprofi bekannt gegeben. In einer Presseerklärung vor über zwei Dutzend Kamerateams und mehr als 150 Medienvertretern, äußerte er sich nicht konkret zu den gegen ihn erhobenen Doping-Vorwürfen. Der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger kritisierte den Chef des Deutschen Radverbandes, Rudolf Scharping heftig, den er Populismus vorwarf. Fragen waren bei der knapp einstündigen Veranstaltung im Ballsaal II des Hamburger Nobelhotels Inter Continental nicht zugelassen.

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Verbotene Cocktails - Spitzensport a la Tour de France

auslandsjournal (ZDF)
19. Juli 2001

Reporter: Ralf Meutgens, Fred Kowasch
Kamera: Reinhard Biermann

Länge: 06:40 min

 

Es ist Frankreichs Sportereignis des Jahres. 3462 quälend lange Kilometer. 21 Tage Vollgas. Bis man vor Schmerzen nicht mehr treten oder sitzen kann. Die Tour de France - vor allem ist sie ein gigantischer Werbefeldzug. Banken, Lotterien und Mobilfunkanbieter fahren um die Wette - alles für die Medienpräsens. Bei 100 Millionen Mark liegt der Etat der Tour de France. Davon sind lediglich 5 Millionen Mark Preisgeld. Der Radsport - fast nur Beiwerk.

 

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Mit Doping auf den Gipfel

FRONTAL 21 - Juni 2001

Bericht: Ralf Meutgens und Fred Kowasch
Kamera: Stefan Stechow
Länge: 8:13 min

 

San Remo - 06.Juni 2001.
Ein schwarzer Tag für den Giro d `Italia.
Die- "Operation Kleeblatt" erinnert an eine Drogenrazzia. Über 200 italienische Ermittler dringen in die Hotels der Radsportteams, durchwühlen Hotelzimmer und nehmen Leibesvisitationen vor.

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