Dokumentarfilm: 'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament (92 min, 2018)

'Inside HogeSa' ist eine Dokumentation, die der Frage nachgeht: welche Folgen hatte die Demonstration der 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) vom 26.Oktober 2014 in Köln? Als 5.000 Menschen auf die Straße gingen. Was wurde aus den Protagonisten? Ausführlich kommen Beteiligte zu Wort. Unter Ihnen Hools und Mitglieder des 'HogeSa'-Teams. Aber auch Fanforscher, Politikwissenschaftler, 'Pegida'-Organisatoren.


Dreieinhalb Jahre lang haben wir an dem Thema gearbeitet. Dutzende Kundgebungen und Demonstrationen besucht. Vor Ort mit den Beteiligten gesprochen. Entstanden ist ein 92 Minuten langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so noch nicht gab. Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wir haben die Dokumentation mit insgesamt 10.000 Euro selbst finanziert. Auf Crowdfunding, Filmfördergelder oder eine Co-Finanzierung öffentlich-rechtlicher TV-Sender wurde - aus Gründen der redaktionellen Unabhängigkeit - verzichtet.

Hinweis: wer den Film kauft, bekommt ungeschnittene Interviews zu sehen. Und Zugang zu einem 15 Minuten längeren 'Directors Cut', der aktuell fertig gestellt wurde.

step by step - wikileaks cablegate

In letzter Zeit ist es merklich ruhig um Wikileaks geworden. Zeitungen und Zeischriften wie die New York Times, der britische Guardian oder das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, die bisher die Inhalte der brisanten Akten publizierten, halten sich auffällig zurück. Hinter dem Rücken Assanges - nun soll die norwegische Zeitung aftenposten.no in den Besitz der 250.000 Original-Depeschen aus amerikanischen Botschaften gekommen sein.

In Deutschland publiziert die Tageszeitung DIE WELT seit Beginn dieser Woche Geschichten aus der internationalen Welt der Politik. So soll die Türkei in den Jahren 2002 bis 2006 CIA-Gefangenenflüge über ihr Territorium genehmigt haben. In diesem Zusammenhang sollen auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik 24 mal Flugzeuge betankt worden sein. Die Türkei hat eine aktive Unterstützung der umstrittenen CIA-Gefangeenenflüge bisher öffentlich immer bestritten.Hamas Demonstration Kopie articel

Auch über den Nahost-Konflikt läßt sich Interessantes erfahren. Etwa darüber, wie zerstritten die palästinensischen Organisationen Hamas und Fatah sind. Wikileaks offenbart den wahren Nahost-Konflikt. So sollen sich im Dezember 2008 Sicherheitschefs der Fatah-Partei mit israelischen Militärs getroffen haben, um darüber zu reden, wie man Proteste im Westjordanland verhindern könnte. Zu diesem Zeitpunkt führte Israel Krieg gegen die Hamas im Gaza-Streifen. Über 1.400 Palästinenser wurden getötet, darunter mehr als 900 Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 14 Menschen.

18.12.2010 - Die SED-PDS-Linke und ihre Forderung nach dem NATO-Austritt. Alles nur populäres Geschwätz für die Wähler?! Offenbar glaubt der Fraktionschef selbst nicht daran - Gysi plaudert über linke Placebo-Politik.

helmut_m09.12.2010 -
Die Koalition der Spitzel. In der FDP hat man das Arbeitsverhältnis zwischen der Bundesgeschäftsstelle und dem ehemaligen Büroleiter von FDP-Chef Guido Westerwelle aufgelöst. Einvernehmlich - wie es heißt. Über Details herrscht Stillschweigen. Mittlerweile outet sich die FDP gar als Fan der Enthüllungsplattform - Es ist falsch Wikilekas mundtot zu machen.

Unterdessen sucht CSU-Chef Horst Seehofer immer noch nach dem Spitzel in seinen Reihen. Den Cablegate-Bericht zu seinen Fähigkeiten wollen wir unseren Nutzern natürlich nicht vorenthalten

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08.12.2010 -
Die Koalition der Spitzel. In der FDP hat man mittlerweile das Arbeitsverhältnis zwischen der Bundesgeschäftsstelle und dem ehemaligen Büroleiter von FDP-Chef Guido Westerwelle aufgelöst. Einvernehmlich - wie es heißt. Über Details herrscht Stillschweigen. Und (welche Überraschung): die FDP outet sich gar als Fan der Enthüllungsplattform - Es ist falsch Wikilekas mundtot zu machen.

Unterdessen sucht CSU-Chef Horst Seehofer immer noch nach dem Spitzel in seinen Reihen. Den Cablegate-Bericht zu seinen Fähigkeiten wollen wir unseren Nutzern natürlich nicht vorenthalten

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04.12.2010 -
Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL legt nach: FDP-Informant war aktiver als bekannt - Westerwelles Büroleiter berichtete seit 2007 an die USA.

Unterdessen hat die Enthüllungsplattform Wikileaks weitere Dokumente der amerikanischen Botschaft in Berlin veröffentlicht. POLITICAL FALL-OUT OVER KUNDUZ AIR STRIKES CONTAINED. Darin zu lesen: wie US-Botschafter Murphy die Situation des - von der Bundeswehr befohlenen - Bombenangriff auf zwei Tanklaster am 04. September 2009 bei Kunduz einschätzt.

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Der FDP-Sitzel gesteht


03.12.2010 - 12:40
Die Informationen sprudeln und sprudeln. Jetzt legen der Guardian und die New York Times nach. Putin soll von Litwinenko-Mord gewusst haben und Afghanistans Korruption schockiert US-Diplomaten. Aktuell ist die Webseite von Wikileaks schwer zu erreichen - US-Firma entzieht Wikileaks die Internetadresse. Gestern hatte sich der FDP-Informant gegenüber seiner Partei geoutet.

helmut_mNach einem Bericht der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' handelt es sich bei dem Informanten, der aus den laufenden Koalitions-verhandlungen im Herbst 2009 Informationen an die Amerikaner weitergegeben haben soll, um den Büroleiter von Dr. Guido Westerwelle, Helmut Metzner. Der FDP-Politiker soll sich selbst offenbart haben. Es ist der erste Fall, bei dem die Veröffentlichungen von US-Diplomatenberichten durch die Enthüllungsplattform wikileaks zu Konsequenzen geführt haben.

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Schäuble = "neurotisch", Niebel = "schräge Wahl"


30.11.2010 - 09:29

Da sind sie nun. 278 von 251.287 Dokumenten, die die ungeschminkte Weltsicht amerikanischer Diplomaten zeigen sollen. Deutsche Regierungspolitiker kommen, in den bisher veröffentlichten Aktenvermerken, nicht wirklich gut weg - Im Netz der Denunzianten. Für Erklärungsbedarf innerhalb der Regierungskoalition dürfte die Tatsache sorgen, dass der amerikanische Botschafter in Deutschland Informationen aus den Koalitionsgesprächen im Herbst 2009 von einem FDP-Spitzel bezog. 

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Screenshot: SPIEGEL ONLINE

Ein anderes Papier zeigt, wie sich deutsche Behörden amerikanischem Druck beugten - Keine Verfolgung von Masri-Kidnappern. Bisher noch nicht im Original nachzulesen: wie das Bundeskriminalamt im Umfeld der Fußball-WM 2006 Datensätze von 147.000 Personen - unter ihnen Helfer, Ordner, Lieferanten und Journalisten -  mit der 'Terrordatenbank' des FBI abgeglichen haben soll. Das berichtet zumindest das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL auf Seite 29 in seiner aktuellen Ausgabe.

Für die US-Regierung ist diese Veröffentlichung ein PR-Desaster. Bereits in der Vergangenheit hatte wikileaks - u.a. zusammen mit dem deutsche Nachrichtenmagazin, dem britischen 'Guardian' und der amerikanischen 'New York Times' - zahlreiche Orginaldokumente aus dem Irak- und Afghanistan-Krieg veröffentlicht.

Wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zu hören war, haben in der Vergangenheit Vertreter von wikileaks grossen Nachrichtenmagazinen exklusive Geschichten für einen sechsstelligen Euro-Betrag angeboten. Allein beim SPIEGEL waren mit dem Thema 53 Mitarbeiter beschäftigt.

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