Wikileaks: Von alten und neuen Journalisten

12.12.2010 - update
Es ist doch immer wieder schön zu lesen, welche profunden Journalisten sich an dem Thema wikileaks wie abarbeiten.wikileaks Ein wahres 'Glanzstück' liefert Hans Leyendecker ab. Der als investigativer Journalist bekannte Schreiber der Süddeutschen Zeitung, zeigt sich in einem Radiointerview als ziemlich schlechter Verlierer. Wikileaks sei ein "Bastard" heißt es da. Ein wenig besonnener klingt es Tage später im eigenen Blatt - Wikileaks und die Systemfrage. Von alten und neuen Journalisten.

Ein besonderes Highlight im Blätterwald ist die Polemik des ehemaligen Taz-Mitarbeiters und heutigem Springer-Redakteur Claus Christian Malzahn. Die Verhaftung bringt Assange zurück in die Realität - 'vorsichtshalber' wurde hier die Kommentarfunktion geschlossen.

Nach langer Zeit ist auch das ARD-Politikmagazin MONITOR wieder einmal aus der Bedeutungslosigkeit erwacht. In Kein Schutz für Wistleblower wird darüber berichtet, welcher Rechtlosigkeit Informanten in Deutschland ausgesetzt sind. Darüber hinaus gibt es im Blog ein paar sehr lesenswerten Gedanken der Redaktionsleiterin. Zu guter Letzt eine Reminiszenz an einen begnadeten Wühler und guten Verlierer - Wikileaks und wir. Lesenswertes von STERN-Autor Hans-Martin Tillak.

 

07.12.2010 - 21:13freejulian
Ob nun Amazon, Paypal, Master-Card oder Visa ihren (bezahlten) Support für Wikileaks aufgeben, im Netz werden die Unterstützer für die Enthüllungsplattform immer mehr. 748 'gespiegelte' Webseiten gibt es bisher. Bemerkenswert sind auch die Hintergründe zur Verfolgung durch die schwedische Justiz - Die Frau, die Assange jagt.


Es wird viel geschrieben in die diesen Tagen über Julian Assange. Dies ist die Geschichte von Wikileaks - Der vielleicht beste Artikel findet sich in der FAZ. Totale Öffentlichkeit - welche Perspektiven hat diese Art des Publizierens, fragt die Süddeutsche Zeitung.

13 Punkte: Wikileaks-Aussteiger erklärt die Plattform und wie es weitergeht
. Dazu auch ein 88 minütiges Video, in dem Daniel Domscheit-Berg die Gründung einer eigenen Plattform für Mitte Dezember ankündigt. Ab Freitag gibt es dann ein SPIEGEL-Sonderheft zum Thema an den Kiosken.


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01.12.2010 - update 04.12.
Auch das ZDF verändert sein Abendprogramm - Unterhaltungsformat ersetzt zdf.reporter. Im Gegensatz zur Konkurrenz bekommen die Dokumentationen jedoch größere Bedeutung. Und auch das Auslandsjournal kommt eher. Der neue Herr bringt die Erlösung - es ist die erste markante Programmveränderung des ZDF-Chefredakteurs Peter Frey. Frey war selbst lange Jahre Chef der Außenpolitik und moderierte das Auslandsjournal. 

 

VIDEO:
zdf.reporter - Die 'Warriors' vom Wrangelkiez
(3 min, interpool.tv 2002)
Unter SPECIALS gibt es die gesamte Reportage zu sehen. Registrierung erforderlich! Auch als WMV-Datei zum DOWNLOAD!!


30.11.2010 -  

Das Erste: Neue Programmstruktur ab Herbst 2011.  Fünf Talk-Runden in einer Woche! Es wird noch mehr internes Gerangel um die Gesprächspartner geben. "Ein Meisterwerk im Nebelwerfen" - so kommentiert die AG Dok die Entscheidungen der Intendanten. Die Politikmagazine 'Report' (aus Mainz und München) sowie das MDR-Magazin Fakt kommen dann am Dienstag Abend. Zwei Tage später sind die anderen drei (Panorama, Monitor, Kontraste) dran. Macht das noch Sinn?!

 

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange wird nun auch von interpol gesucht. Einen Grund hat man gefunden. Eine wirklich interessante Analyse gibt es in ZEIT ONLINE - Wikileaks trotz Botschaftsdepeschen tief in der Krise. Währrenddessen die FAZ die beiden SPIEGEL-Chefredakteure befragt - "Wir halten kritische Distanz". Ob, und ja wieviel, Geld für diese Geschichte geflossen ist, diese Fragen stellt man nicht.

 

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28.11.2010 - 20:04

Da sind sie nun. 251.000 Dokumente, die die ungeschminkte Weltsicht amerikanischer Diplomaten zeigen sollen. Deutsche Regierungspolitiker kommen dabei nicht wirklich gut weg - Im Netz der Denunzianten. Für Erklärungsbedarf innerhalb der Regierungskoalition dürfte die Tatsache sorgen, dass der amerikanische Botschafter in Deutschland Informationen aus den Koalitionsgesprächen im Herbst 2009 von einem FDP-Spitzel bezog. Das berichtet das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Für die US-Regierung ist diese Veröffentlichung ein PR-Gau. Mit noch unabsehbaren Folgen. Das Interesse ist groß, aktuell ist die Webseite von wikileaks nur schwer erreichbar. Gegen 20:00 Uhr fanden sich dort jedoch noch keine neuen Dokumente. 

 

spiegel_screenshot

Screenshot: SPIEGEL ONLINE


Bereits in der Vergangenheit hatte wikileaks - u.a. zusammen mit dem deutsche Nachrichtenmagazin, dem britischen 'Guardian' und der amerikanischen 'New York Times' - zahlreiche Orginaldokumente aus dem Irak- und Afghanistan-Krieg veröffentlicht.

Wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zu hören war, haben in der Vergangenheit Vertreter von wikileaks grossen Nachrichtenmagazinen exklusive Geschichten für einen sechsstelligen Euro-Betrag angeboten. Allein beim SPIEGEL waren mit dem Thema 53 Mitarbeiter beschäftigt. 

 

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22.11.2010 -

'Bericht aus Berlin', 'Anne Will' und Beckmann'. Der Bundesinnenminister zeigt schon einmal wie es zukünftig aussieht, das variantenreiche ARD-Programm. Flankiert von journalistischen Speichelleckern, die ihm eine Neuordnung der vom Bundesverfassungsgericht kassierten Vorratsdatenspeicherung nahelegen.
Terror und die deutschen Medien
- was ist bisher wirklich passiert?!

 

ARD-Intendaten wollen Dokumentationen opfern. Eine kleine Meldung, die aufhorchen lässt. Und die alles über den Zustand des Senderverbundes sagt. Eine Quasselshow folgt der Nächsten, schon bald gibt es den medialen Faschings- dauerlauf. Ambitionierte Sendungen wie ZAPP oder Sport inside versauern derweil in den dritten Programmen. Und: geht es nach einer aktuellen Medienstudie, dann ist die Bewegtbildzukunft (TV=Rentner) und (Internet=-67) schon längst besiegelt. Die Stärke unserer Marken - der ARD-Programmdirektor ist trotzdem frohen Mutes.

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21.10.2010
"Nichts ist spannender als die Wirklichkeit". Dieser Satz kennzeichnete eine gute Reportage. Heute muß er heißen: 'Nichts ist unterhaltsamer als die Scripted Reality'. Pseudo-Dokus zeigen Gewalt, Sex und Dummheit. Zahlreiche dieser Formate räumen gerade die Einschaltquoten bei den Privaten am Nachmittag ab. Und setzen damit auch einige Leute bei den 'Öffentlich-Rechtlichen' unter Druck - AG DOK veröffentlicht internes NDR Papier. Für den Dokumentarfilm, für die einfühlsam erzählte Reportage, ist diese Entwicklung der Todesstoß. Wer will noch die Wirklichkeit sehen, wenn die Fiktion (zum Verwechseln ähnlich) mehr Action bietet?!


Dokumentarfilm: Auf dem Weg nach Rostock-Laage (7 min, interpool.tv 2007)
Unter SPECIALS gibt es die gesamte Dokumentation zu sehen.
Registrierung erforderlich!  Auch als WMV-Datei zum DOWNLOAD!!

Die Dokumentation ist eine no buget Produktion von interpool.tv. An dem Film haben mitgewirkt:  Katharina Bühler (Fotos), Kristin Jankowski (Kamera), Fred Kowasch (Kamera und Schnitt), Robert Nikolaus (Kamera und Schnitt) und Daniel Rosenthal (Fotos). Und natürlich all die anderen, die in Richtung Heiligendamm gefahren sind. 

 

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10.10.2010 -
Drehbuchautoren, Regisseure, Komponisten, Kameraleute, Szenographen, Kostümbildner, Tonmeister und Cutter. Sie alle gehen leer aus, beim Deutschen Fernsehpreis in diesem Jahr. Erster Platz für die absurdeste Show. Dafür wurde die deutsche Fußballnationalmannschaft geehrt. Warum, weiß kein Mensch. Und statt der ausladenden Party wie im letzten Jahr gibt es 2010 lediglich ein warmes Abendessen. Langsam aber sicher, geht es mit dem TV-Gewerbe zu Ende.
 
VIDEO: 200 Sekunden schöne Menschen - Fernsehpreis 2009 Inside
 

 

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27.09.2010 -
Sie wollte aufklären, enthüllen, die Mächtigen in Bedrängnis bringen. Jetzt zerlegt sich die Organisation selbst. "Mir bleibt nur der Rückzug". Einblicke in die Arbeit von WikiLeaks.

24.09.2010 -
Es gibt unter Medienprofis ein paar Standards. Dazu gehört auch, nicht so populäre Pressemitteilungen am späten Freitag Nachmittag zu veröffentlichen. Da sind die meist fest angestellten Journalisten geistig schon im Wochenende. ZDF veröffentlicht Bezüge der Geschäftsleitung. Na, es geht doch. Hier gibt es die anderen Öffentlich-Rechtlichen Großverdiener. 

Was macht man als deutscher Journalist, wenn man an brisante Ermittlungsakten kommt, die man eigentlich gar nicht haben darf und kann?! Es gibt Politikmagazine, die lassen lieber die Finger davon. Andere hoffen, daß es gut geht. Denn zitiert man aus den Ermittlungsunterlagen, beispielsweise der Staatsanwaltschaft ausführlich, bevor es zu einem Prozeß kommt, dann hat man nicht selten selbst ein Problem. Paragraph 253 d, Strafgesetzbuch - 'Verbotenes Zitieren aus Gerichtsverhandlungen'. Es muß sich nur einer finden, der den Journalisten beim Staatsanwalt 'anschwärzt'. Aktuell gibt es so einen Fall in München. "Innerdeutscher Tatort". Im Focus der Münchner Staatsanwaltschaft stehen drei österreichische Journalisten, die über die Vorgänge bei der BayernLB berichtet haben. 

 

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16.09.2010 -
Es ist immer wieder schön anzusehen, wenn sich ein führender Regierungsvertreter vor den Kameras windet. Besonders schön kann man dies in einem aktuellen Video des NDR-Medienmagazins ZAPP begutachten. Der Atomkompromiß der Regierung - Steffen Seibert im Element.

Da schreibt ein ehemaliger Stasi-Spitzel, zusammen mit einem verdienten DDR-Kollegen, eine dpa-Meldung. Die Nachricht geht als EIL-Meldung über die Redaktionsbildschirme. Jeder macht die Geschichte, weil auch der andere sie macht. Was daran neu ist, können erfahrende Kollegen nicht sagen. "Eine reine Demagogen-Schrift" - dem ist nichts hinzuzufügen.

 
14.09.2010 -
Wer sich die Mühe macht und unter taz.de auf der internen Suche die Begriffe 'sparen' und 'zeitungen' ein gibt, wird sie finden. Dutzende Artikel in denen das Blatt kritisch über Kürzungen journalistischer Arbeit berichtet. Jetzt geht es im eigenen Laden rund: Multimedialer Häuserkampf bei der taz. Verlogenheit in Reinkultur.

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02.09.2010 - 21:30
G 8 in Heiligendamm war der 'Sündenfall'. Er folgte die Leichtathletik-WM in Berlin. Und zur Ski-WM in Gamisch-Partenkirchen sollen wieder alle Berichterstatter von LKA und Verfassungsschutz durchgescannt werden. Die Terroristen hinterm Mikrofon - langsam regt sich ernstzunehmender Widerstand.

Wie es aussieht hat die Webseite von stern.de 'ins Gras gebissen'. Anders kann man das Interview mit den Verantwortlichen nicht verstehen. "Websites müssen keine Klorolle sein" - oder ein Rückzug in Raten.

Es ist ein offenes Geheimnis: das Schreiben für renommierte Tageszeitungen lohnt sich für freie Journalisten nicht mehr. Der Journalismus spart sich zu Tode. Aber auch für VJ's sieht die Gegenwart nicht eben rosig aus - Lohndumping Videojournalismus. Kleine Formate, ganz groß - schön, dass es dennoch innovative Versuche zur Neugestaltung des Journalismus gibt.

Muß jeder wissen, was man gerade so macht? Igendwann versiegt bei dem eitelsten Gockel mal der Mitteilungswahn - Ende des Hypes. Warum Twitter nervt. Und für alle, die noch fleißig bei Facebook rummachen, sei gesagt: bald gibt es da eine Alternative. Anti-Facebook vor Start - hoffentlich muß man dann nicht alle paar Wochen die 'Sicherheitseinstellungen' neu justieren.

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27.08.2010 -
Schluß mit Razzia. Aus dem Bundesinnenministerium kommen gute Nachrichten. Mit einem Gesetzentwurf, der mittlerweile vom Bundeskabinett bestätigt worden ist, sollen Durchsuchungen in Redaktionsstuben nicht mehr so leicht möglich sein. So sollen Journalisten, denen Informationen und Dokumente zugespielt worden nicht, nicht mehr wegen der Behilfe zum Geheimnisverrat verfolgt werden können. Das trifft jedoch nicht auf die zu, die die 'heißen News' in Umlauf gebracht haben. Die hat nach wie vor der Staatsanwalt im Visier. Auch für Journalisten, die Informationen aus laufenden Ermittlungsverfahren zitieren bleibt alles beim alten. "Verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen" - der Paragraph 353 d der Strafprozeßordnung wird nicht abgeschafft.

 

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13.08.2010 - 21:16
Schuldig der 'üblen Nachrede' und 'Verleumdung' gegenüber zwei Polizisten. Die noch nicht einmal eine Anzeige gestellt hatten. Die Strafe für die beiden Journalisten - die im Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL und in ZEIT ONLINE über Einzelheiten in der 'Sachsen-Affäre' berichtet hatten - jeweils 2.500 Euro. DJV bezeichnet Dresdner Urteil als überzogen. Thomas Datt und Arndt Ginzel haben angekündigt, gegen das Urteil in Revision zu gehen. Das Echo in der Presse ist immens.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von jeweils 6.000 Euro gefordert, die Nebenklage Freiheitsstrafen auf Bewährung. Interessant, wie die beiden betroffenen Medien berichten. Zeit online: Journalisten fragen - Richter straft. Spiegel online hat sein Schweigen in dieser Sache beendet - Dresdener Gericht verurteilt kritische Journalisten.

 

Insgesamt haben die sächsischen Strafverfolger zwischen dem 04.06.2007 und dem 05.03.2009 von der Staatsanwaltschaft insgesamt 21 Verfahren gegen Journalisten eingeleitet. Sie hatten über Einzelheiten in der 'Sachsen-Affäre' berichtet. 


Wer sich für die Hintergründe dieses Verfahrens interessiert, dem sei folgender Artikel aus dem aktuellen Journalist empfohlen: Journalisten auf der Anklagebank.
 

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11.08.2010 -
Das Informationsfreiheitsgesetz. Einst von der rot-grünen Regierungskoalition im Bund auf den Weg gebracht, sollte es für mehr Transparenz sorgen, dem Bürger Zugang zu amtlichen Informationen von Behörden geben. Was passiert, wenn man die Sache einmal ernst nimmt, zeigt der Fall von Marvin Oppong. Stadt Duisburg hält Loveparade-Dokumente unter Verschluss - ein lesenswerter e-mail-Verkehr.

VIDEO: "hartzen" - Zu Besuch im Amt - 100 % Real-Live

Dieses Video als WMV-Datei zum Download.
10.08.2010 -
Sie gelten als die Abräumer im Nachmittagsprogramm. Auf Krawall-Reportage gebürstete Geschichten aus der angeblichen Erlebniswelt von Deutschland 'Ganz unten'. Der produzierte Prolet. Im Gegensatz zur realen Reportage, bei der man oft tagelang dreht bis etwas passiert, ist das neue Format fix produziert. Mit Drehbuch und Laiendarstellern. Bei den 'Scripted Realities' gibt es für RTL schon mal Einschaltquoten um die 30 Prozent. Bald kommen die Unterhaltungssendungen für die etwas 'einfachen Geister' auch im Abendprogramm. Na denn, Gute Nacht!

 

10.08.2010 -
Sie gelten als die Abräumer im Nachmittagsprogramm. Auf Krawall-Reportage gebürstete Geschichten aus der angeblichen Erlebniswelt von Deutschland 'Ganz unten'. Der produzierte Prolet. Im Gegensatz zur realen Reportage, bei der man oft tagelang dreht bis etwas passiert, ist das neue Format fix produziert. Mit Drehbuch und Laiendarstellern. Bei den 'Scripted Realities' gibt es für RTL schon mal Einschaltquoten um die 30 Prozent. Bald kommen die Unterhaltungssendungen für die etwas 'einfachen Geister' auch im Abendprogramm. Na denn, Gute Nacht!
bezuege_wdr_2009
308.000 plus Mitarbeiterbonus plus geldwerten Vorteil für den Dienstwagen. Nicht schlecht, so ein ständig wiederkehrendes Intendanten-Grundgehalt. Veröffentlich im WDR-Jahresbericht (Seite 95, pdf).
 

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05.08.2010 - 11:26
Recherche zu verkaufen! Die WAZ hat sie, die Süddeutsche schon länger, die Welt plant sie und auch der NDR. Die Rede ist von sogenannten 'Rechercheunits'. Gruppen von investigativen Reportern und Rechercheuren, die fernab der Tagesaktualität, Geschichten auf den Grund gegen sollen.  Neue Chancen oder plumpes Marketing? Beim 'netzwerk recherche'-Treffen vor ein paar Wochen, war dies jedenfalls schon ein Thema.

04.08.210 - 12:53
Nachdem wikileaks Tausende Einsatzberichte ins Internet gestellt hat, werden einige Leute in den USA zunehmend nervös. Hinzu kommt: es gibt noch andere die intensiv 'im Dreck wühlen'. Erstaunliche Wendung in Sachen Wikileaks. Tägliche Promotion für die 'Datenkrieger' und eine Geschichte, die immer spannender wird.

 

03.08.2010 - 11:38
Zehn Tage ist die Katastrophe von Duisburg mittlerweile her. Zehn Tage, an denen dieses Ereignis die Schlagzeilen beherrscht hat. Die wohl ausführlichste Video-Dokumentation hat ein Augenzeuge erstellt. Er nennt sich pizzamanne - Interview mit einem Loveparade-Augenzeugen. Ein Technofan der allein zu der Veranstaltung fuhr und im Gedränge sein Video-Handy instinktiv laufen ließ. Der es ablehnt, seine einzigartigen Aufnahmen zu vermarkten.

Die Ereignisse zeigen auch, welche Bedeutung mit Handy filmende Augenzeugen mittlerweile haben. Die ersten Videos kamen nicht von Nachrichtenagenturen, sondern wurden auf Videoplattformen im Internet hochgeladen. Wie Netzdokumente aufklären helfen und wie sie immer mehr zu einer kritischen Öffentlichkeit werden.  Aber auch, welche Probleme damit verbunden sind - Im Facebook-Zeitalter "binnen Minuten ein konkretes Bild von Informanten".

 

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01.08.2010 - 10:44
Die Moderatoren des WDR hatte so richtig Spaß. Auf jung gestylt, wollten sie durch eine flotte Sendung führen. Die Bilder lieferte der Veranstalter, die Sponsoren waren stets gut im Bild. 'Kommt alle zur Loveparade, es ist noch reichlich Platz'. Um 18:00 Uhr, an diesem 24.07.2010 änderten sich die Minen - schlagartig. Ein einziger Blick in die Zukunft hätte doch gezeigt .... - über Journalisten, die plötzlich alles gewußt haben wollen. 

Er war ARD-Vorsitzender, SWR-Intendant, moderierte das ZDF-Heute-Journal. Ein Vollblutjournalist möchte man meinen. Und heute? Der Intendant als Lobbyist. Als Präsident einer PR-Hochschule. Es ist ein illustrer Kreis, der sich da in Berlin versammelt - Transparency-Chefin arbeitet für PR-Schmiede. Wenn Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt ....

 

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27.10.2010 - 15:25
Der Coup von
wikileaks - ist er wirklich einer?! Sicher, in seiner Detailvielfalt ist die Datensammlung zum Afghanistan-Krieg von 2004 bis 2009 einzigartig.

Aber wo ist der wirkliche scoop?? Die SPIEGEL-Titelgeschichte wirkt bemüht. Das im Krieg Sondereinheiten operieren, sogwikileaksannnte 'Killer-Kommandos' aktiv sind, ist nicht wirklich neu. Und im Gegensatz zum guardian und der New York Times verzichtet SPIEGEL ONLINE auf eine webaffine Aufarbeitung der Datensammlung. "Wir haben nicht so gut ausgesehen" - ach ja?

Frankfurter Rundschau und Focus Online haben ihre Webseite neu gestaltet. Während die Tageszeitung aus der Bankenmetropole nun endlich 'Durchschnittskost' anbietet, setzt das Wochenmagazin aus München wirklich neue Maßstäbe. So geht die Menueleiste über die ganze Computerseite, die Seite wirkt frisch und aufgeräumt. Klasse auch die Größe und die Qualität des Videoplayers. Das ist TV fürs Web. Die Konkurrenz wird diesen Relaunch mit Neid betrachten!

 

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"Wir müssen sie stoppen" - Interview mit dem wikileaks-Gründer Julian Assange.

"Schon länger in Verbindung mit Wikileaks" - der SPIEGEL und der scoop.

Trommeln fürs Revier - die Loveparade und die Medien.

Alle anderen sind auch schon da - was ist so doll an Facebook? 


Als die "Times" aus dem Gratis-Netz verschwand.


Was vom Netz übrig bleibt - so schlimm ist es nun wieder auch nicht.


Rolands Kochs Pyrrussieg - im ZDF ist alles wie gehabt ....


Wickileaks legt Spenden offen - ein wenig.


Niemand muß sich fürchten - Wozu noch Journalismus?

ARD zahlt pro Sende-Minute 4487,18 Euro - noch Fragen?!

Ein Anchorman für die Kanzlerin
.

 

netzwerk recherche - von Experten und  anderen Aufschneidern.


USA: Fotos von ölverschmierten Vögeln sind verboten!

Katrin Müller-Hohenstein bedauert...und wir stellen klar.

ZDF stört sich an Werbeauftritt von Katrin Müller-Hohenstein.


Am Quotenberg - was soll der Quatsch?!


Falsche Jubelbilder.


Scharfe Soße im Twitternetz ....


ARD lehnt provokativen Sport-Werbesport zum Doping ab - wie unsouverän!


Angriff auf den Spiegel - was der neue Focus-Chef vorhat.


Was für einen Neustart spricht - machte stern.de schlapp?!


Eine sächsische Geschichte - Beweisaufnahme wie bei einem Mord.Mit durchgeladenem Magazin - eine Story mit grossen Folgen.

Szenen aus dem Afghanistan-Krieg. Neues Wikileaks-Video erwartet.

 

Vorm endgültigen Redaktionsschluß - sind Nachrichtenagenturen zeitgemäß?!

 

"Es liegt an mir, ob das Konzept überlebt" - it's journalism, stupid!!

BP-Zensoren verschleiern die Umweltkatastrophe.


PR-Bilder der Ostsee-Pipeline haben es in zahlreiche Nachrichtensendungen geschafft.


Geschenk der Zuschauer - Wer Qualität fordert, sollte nicht Quote meinen.

 

Beim Namen genannt - wegweisendes IM-Urteil.

Schnappschuss vom Leser, Schnäppchen für die Medien.


Obama jagt die Skandaljäger - die Kehrtwende des US-Präsidenten.

 

VIDEO: colletaral murder
Auf der DVD stand "Lady Gaga" - wurde der 'Wickileaks'-Informant enttarnt?!
 
Netzgemeinde mobilisiert für Gauck.

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DER RÜCKTRITT DER WOCHE


04.06.2010
In den schon fast unheimlich einheitlichen Kommentaren etablierter Medien zur Demission des Bundespräsidenten ragt die Einschätzung eines Focus-Redakteurs positiv heraus:zensursula_not_my_president Hörst Köhler und das Euro-Dilemma. Kenntnisreich geschrieben zeigt sie, wo das eigentliche Problem liegt: ganz oben im Bundeskanzleramt.

Unterdessen streiten sich die 'Schnarch-Medien', wer denn den Bundespräsidenten gestürzt haben könnte. Ein Bericht im ZDF (Köhler von Blogger zu Fall gebracht) erntet Kritik von der FAZ. Guten Morgen!!

Das Netz ist längst weiter. Nachdem sich bei Facebook ruck-zuck über 23.000 Nutzer der Gruppe 'Zensursula - Not My President' anschlossen - und damit für nicht gerade gute Presse sorgten - gibt es nun einen echten Favoriten auf das höchste Amt im deutschen Staate. Joachim Gauck solls richten.

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Armee wollte entlastende Videos geheim halten.

 

Horst Köhler: Ein Rücktritt unter Blog-Mitwirkung.


Philosoph und Spürhund - Wozu noch Journalismus?!

 

Ist der Ruf erst ruiniert - währt, was im Web steht, ewig?!


my space: „Es fließen genug Werbedollar in soziale Netzwerke“.


Die schöne Facebook-Freundin der Elitesoldaten.

WDR trennt sich von Redakteur. Und die Verantwortlichen?!

"Wir wollen Geschichten neu erzählen" - interessant!

Twitter, Facebook und Co - Wie der Datenschutz erodiert.

google - So widersprechen sie richtig.

'Newsweek' - Deadline für einen Mythos.


Wie BP jahrelang ein grünes Image vortäuschte (Video).

kef_talksendungen_ard_zdf
Wo Milch und Honig fließen - ein paar Zahlen ....

Faksimilie: Der Kef-Bericht (Ausschnitt)
LINK:
Bericht (pdf)


Facebook weiß alles über uns. Noch Fragen?!


Digitale Neandertaler - Wozu noch Journalismus?!

Persönliche Botschaften - Bloggen bei Olympia.

Persönliche Botschaften - Bloggen bei Olympia.
 

„Journalisten sind wie Schiffbrüchige im Meer“ - GENAU!!


Einladung an „führende Medienmacher“: Energiekonzern betreibt Klimapflege.


Jeff Jarvis: „Wir müssen im Journalismus radikal Neues probieren".


"Süddeutsche Zeitung" kauft sich lobende Blogposts.

Im Original: Anonymous Facebook Employee - ein Insider packt aus.
 

Sportjournalismus: Die teuerste Nebensache der Welt.

 

Geld verdienen im Internet - App in die Zukunft!

 

Der Skandal in den Medien - von Ulla Schmidt und 'Florida-Rolf'.

"Ich hasse Lügen" - ein einsamer Kämpfer für die Wahrheit.

"Die Wahrheit muss raus" - der CCC läßt bitten.

 

Zukunft in der Nische - "Politico" im Internet.
 

Tödliche Recherche - Reporter im Irak.

 

Der Traum von der globalen Videothek.
 

Umsonst ist zu billig - über die Zukunft des Internetjournalismus.


abendblatt.de gibt es seit heute im Abonnement - Start in den 'Paid-Content'.

Nachrichten aus einem Paralleluniversum - man sich mit Preisen beschenkt.
 

Befreiungsschlag - und Peter Hahne geht in die Programmdirektion.


Die Stasi und die Journalisten - Doppelte Moral.

netzeitung - Freitag Nachmittag kommen die 'Bad News'.

Cuba libre - so viel Mut ist selten.


Mit Macht auf Sendung - wie schlecht ist die tagesschau?!

Die Pro-Brender-Populisten in der Politik - die SPD ist auch nicht besser.

 

VIDEO: Photoreporter in Krisengebieten

Dieses Video als WMV-Datei zum Download.
interpool.tv hat im November 2004 - während der Beerdigung von Jassir Arafat - einige von ihnen bei ihrer Arbeit in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten begleitet. Unter ihnen Kai Wiedenhöfer, Ivo Saglietti und Paolo Pellegrin - alle mehrfacher Gewinner des 'World Press Photo Award'. "Important shots" - ein 30minütiger Dokumentarfilm. Auch zum DOWNLOAD! 

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