Film-Premiere: 'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament (Dokumentarfilm, 100 min, 2018)

'Inside HogeSa' ist eine Dokumentation, die der Frage nachgeht: welche Folgen hatte die Demonstration der 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) vom 26.Oktober 2014 in Köln? Als 5.000 Menschen auf die Straße gingen. Was wurde aus den Protagonisten? Ausführlich kommen Beteiligte zu Wort. Unter Ihnen Hools und Mitglieder des 'HogeSa'-Teams. Aber auch Fanforscher, Politikwissenschaftler, 'Pegida'-Organisatoren.

'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament from interpool.tv on Vimeo.

Dreieinhalb Jahre lang haben wir an dem Thema gearbeitet. Dutzende Kundgebungen und Demonstrationen besucht. Vor Ort mit den Beteiligten gesprochen. Entstanden ist ein 100 Minuten langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so noch nicht gab. Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wir haben die Dokumentation mit insgesamt 10.000 Euro selbst finanziert. Auf Crowdfunding, Filmfördergelder oder eine Co-Finanzierung öffentlich-rechtlicher TV-Sender wurde - aus Gründen der redaktionellen Unabhängigkeit - verzichtet.

Hinweis: wer den Film kauft, bekommt in den nächsten Wochen noch zahlreiche ungeschnittene Interviews zu sehen. Sowie Szenen, die nicht Eingang in die Doku fanden.

Im Wortlaut: Dagmar Metzger

14. November 2008 - "Besonders die persönlichen Anfeindungen, Beleidigungen und Diffamierungen haben mich tief getroffen, wie z.B. der Vorwurf der Bestechlichkeit und Titulierungen wie „Verräter“, „Heckenschütze“ und „Schande für die Demokratie“. Diese Art des Umganges mit Andersdenkenden ist einer demokratischen Partei mit einer so langen Tradition, wie die SPD sie hat, unwürdig. Ich habe keine Hoffnungen, dass sich dies in der Zukunft ändern wird, weil zu befürchten ist, dass ich auch weiterhin das Symbol für die innere Zerrissenheit der SPD darstellen werde."

Persönliche Erklärung

Landtagsabgeordnete Dagmar Metzger

Wahlkreisbüro Darmstadt
Bad Nauheimer Str. 4
64289 Darmstadt


Freitag, 14. November 2008

Ich habe mich entschieden, bei der Landtagswahl am 18.01.2009 nicht mehr zu kandidieren. Dafür waren folgende Gründe maßgeblich:

  • 1. Die auch vom Parteivorsitzenden Franz Müntefering geforderte Erneuerung der hessischen SPD ist nicht einmal im Ansatz erkennbar. Dies wird durch die gegen Dr. Carmen Everts, Silke Tesch und Jürgen Walter eingeleiteten Parteiausschlussverfahren genauso dokumentiert wie durch die gegen mich gefassten Beschlüsse einiger Gremien nach einem Verzicht auf eine weitere Kandidatur bzw. einem Parteiausschlussverfahren.
  • 2. Ich halte die Zusammenarbeit der SPD mit der Linkspartei weiterhin für falsch und gefährlich. Auch wenn diese Frage angesichts der absehbaren Wahlergebnisse bei den nächsten Wahlen eher theoretischer Natur sein dürfte, sind weitere Konflikte zwischen mir und der Partei- und Fraktionsführung vorprogrammiert. Diese möchte ich mir persönlich unter Berücksichtigung meiner Erfahrungen in den letzten Wochen und Monate gerne ersparen.
  • 3. Ich sehe keine Basis für eine künftige konstruktive Zusammenarbeit in der SPD- Fraktion in Wiesbaden. Ich halte es für sinnlos, mich in den nächsten 5 Jahren als Außenseiterin in einer gegen mich eingestellten Fraktion aufzureiben ohne inhaltlich etwas für die Bürgerinnen und Bürger meines Wahlkreises bewegen zu können.
  • 4. In den letzten Tagen habe ich viele Gespräche in Darmstadt und dem Landkreis geführt und leider den Eindruck gewonnen, dass viele Funktionsträger in der Partei nicht mehr hinter mir stehen. Zustimmung nur hinter vorgehaltener Hand nützen in einer solchen Auseinandersetzung nichts.
  • 5. Besonders die persönlichen Anfeindungen, Beleidigungen und Diffamierungen haben mich tief getroffen, wie z.B. der Vorwurf der Bestechlichkeit und Titulierungen wie „Verräter“, „Heckenschütze“ und „Schande für die Demokratie“. Diese Art des Umganges mit Andersdenkenden ist einer demokratischen Partei mit einer so langen Tradition, wie die SPD sie hat, unwürdig. Ich habe keine Hoffnungen, dass sich dies in der Zukunft ändern wird, weil zu befürchten ist, dass ich auch weiterhin das Symbol für die innere Zerrissenheit der SPD darstellen werde.
  • 6. Die Anfeindungen, die ich in den letzten Wochen und Monaten aus meiner Partei ertragen musste, haben mich an die Grenze meiner gesundheitlichen Belastbarkeit geführt. Der weitere Kampf um eine glaubwürdige und bürgernahe SPD- Politik wäre mir nur unter Inkaufnahme weiterer erheblicher Beeinträchtigungen möglich. Ein solcher Preis ist mir zu hoch.

Ich bedanke mich bei den vielen Bürgerinnen und Bürgern und den Teilen der Partei, die mich in den vergangenen Wochen und Monaten unterstützt haben. Dies gilt insbesondere für meinen Ortsverein Eberstadt.

Ich bitte um Verständnis dafür, dass mir die Kraft fehlt, weiterzumachen.

Dagmar Metzger, Landtagsabgeordnete

 

Quelle: www.dagmar-metzger.de

 

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