Dokumentarfilm: 'Inside HogeSa' - Über die politische Radikalisierung der Hooligans (92 min, 2018)

'Inside HogeSa' ist eine Dokumentation, die der Frage nachgeht: welche Folgen hatte die Demonstration der 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) vom 26.Oktober 2014 in Köln? Als 5.000 Menschen auf die Straße gingen. Was wurde aus den Protagonisten? Ausführlich kommen Beteiligte zu Wort. Unter Ihnen Hools und Mitglieder des 'HogeSa'-Teams. Aber auch Fanforscher, Politikwissenschaftler, 'Pegida'-Organisatoren.

'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament from interpool.tv on Vimeo.

Dreieinhalb Jahre lang haben wir an dem Thema gearbeitet. Dutzende Kundgebungen und Demonstrationen besucht. Vor Ort mit den Beteiligten gesprochen. Entstanden ist ein 92 Minuten langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so noch nicht gab. Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wir haben die Dokumentation mit insgesamt 10.000 Euro selbst finanziert. Auf Crowdfunding, Filmfördergelder oder eine Co-Finanzierung öffentlich-rechtlicher TV-Sender wurde - aus Gründen der redaktionellen Unabhängigkeit - verzichtet.

Hinweis: wer den Film kauft, bekommt zahlreiche ungeschnittene Interviews zu sehen. Und Zugang zu einem 20 Minuten längeren 'Directors Cut', an dem wir gerade noch arbeiten.

Hambacher Forst - Barrikadenbau von Jung und Alt (Waldspaziergang am 30.09.2018)

Grauhaarige schleppen unvermummt Stämme. Kleine Kinder helfen beim Barrikadenbau. Im weichem Farn liegen in der warmen Herbstsonne Familien und teilen ihr Picknick, mit dem der daneben sitzt. Es ist etwas lange nicht mehr Gekanntes, was gerade in und rund um den Hambacher Forst passiert. Vor dem neu geschaffenen Baumhäusern heben Jugendliche Gräben aus. Mache buddeln mit ihren bloßen Händen. Ist es eine neue Umweltbewegung, die da am Entstehen ist? Vielleicht. Was auffällt: wie viele bürgerliche Menschen sich an dem Barrikadenbau beteiligen. Wie selbstverständlich sich Vermummte unter ihnen bewegen. Wie friedfertig alles ist. Sogar Polizisten setzten am vergangenen Sonntag ihre Helme und Masken ab.


Mehr als 10.000 Menschen waren am letzten Septemberwochenende zum 'Waldspaziergang' im Hambacher Forst. Für nächsten Samstag (6. Oktober) werden mehr als doppelt so viele zu einer Umweltdemonstration erwartet. Spontan werden in Berlin und Köln Bäume in Parks besetzt, Baumhäuser gebaut. In Münster gingen in der letzten Woche 1.000 Leute auf die Straße, in Aachen mehr als 2.500. Dort wollen sie jetzt jeden Donnerstag in der Innenstadt demonstrieren. Cops in NRW haben bis kurz vor Weihnachten Urlaubssperre, manche Wache ist mittlerweile mit Beamten nur noch nordürftig besetzt. Und das alles um einen Wald zu räumen, damit RWE ihn vielleicht abholzen kann. Die Entscheidung darüber fällt bis zum 14. Oktober das OVG in Münster.

Abgeordnetenbestechung: "Ein wahres Trauerspiel"

AKTUELL: Schwarz-Gelb verhindert schärfere Regeln zur Abgeordnetenbestechung

25.06.2013
Die Organisation Lobbycontrol hat der amtierenden Regierungskoalition hinsichtlich der Abgeordnetenbestechung ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. In dem in Berlin vorgestellten Lobbyreport (pdf) hat sie die Aktivitäten des Parlamentes in der letzten Legislaturperiode untersucht. So wurden die Themenbereiche Transparenz, Seitenwechsel von Spitzenpolitikern, Parteienfinanzierung, Nebeneinkünfte und Abgeordnetenkorruption analysiert. Lediglich im Bereich der Veröffentlichung von Nebeneinkünften hätte es eine Veränderung gegeben. So müssen Bundestagsabgeordnete in Zukunft ihre Nebenverdienste nicht mehr in drei, sondern in zehn Stufen angeben. 
lobby control erster jahresbericht 2013Faksimilie
Seitenwechsel: Insiderwissen für die Lobbyarbeit (Lobbyreport, Seite 15)

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Steuergelder für Verwandte - Die Liste der bayerischen Volksvertreter

Der CSU-Fraktionschef (inzwischen zurückgetreten), der Kultusminister, zwei Staatssekretäre, der Vorsitzende des Haushaltsausschusses (auch zurückgetreten) ....

Gerhard Eck (CSU), Robert Kiesel (CSU), Alexander König (CSU), Christa Matschl (CSU), Walter Nadler (CSU), Eduard Nöth (CSU), Franz Josef Pschierer (CSU), Eberhard Rotter (CSU), Heinrich Rudrof (CSU), Georg Schmid (CSU), Peter Schmid (CSU), Dr. Ludwig Spaenle (CSU), Max Strehle (CSU), Joachim Unterländer (CSU), Georg Winter (CSU), Dr. Manfred Weiß (CSU), Otto Zeitler (CSU)

1maidemo2013 115. Wahlperiode (2003 – 2008)
Manfred Ach (CSU), Rainer Boutter (SPD), Helmut Brunner (CSU), Herbert Ettengruber (CSU) , Dr. Ingrid Fickler (CSU), Herbert Fischer (CSU), Günter Gabsteiger (CSU), Helmut Guckert (CSU), Dr. Heinz Kaiser (SPD), Henning Kaul (CSU), Jakob Kreidl (CSU), Wilhelm Leichtle (SPD), Heidi Lück (SPD), Dr. Helmut Müller (CSU), Herbert Müller (SPD), Johann Neumeier (CSU), Rudolf Peterke (CSU), Herbert Rubenbauer (CSU), Maria Scharfenberg (Grüne), Berta Schmid (CSU), Siegfried Schneider (CSU), Bernd Sibler (CSU), Prof. Hans Gerh. Stockinger (CSU), Blasius Thätter (CSU), Prof. Jürgen Vocke (CSU), Joachim Wahnschaffe (SPD), Peter Welnhofer (CSU), Klaus Wolfrum (SPD), Alfons Zeller (CSU), Josef Zengerle (CSU) 

14. Wahlperiode (1998 – 2003)
Dieter Appelt (SPD), Franz Brosch (CSU), Josef Eppeneder (CSU), Hermann Geiger (SPD), Josef Göppel (CSU), Gerhard Hartmann (SPD), Inge Hecht (SPD), Dieter Heckel (CSU), Anne Hirschmann (SPD), Walter Hofmann (CSU), Rudolf Klinger (CSU), Christian Knauer (CSU), Dr. Heinz Köhler (SPD), Friedrich Loscher-Frühwald (CSU), Heinz Mehrlich (SPD), Dr. Gerhard Merkl (CSU), Herbert Mirbeth (CSU), Fritz Möst (SPD), Hermann Josef Niedermeier (SPD), Gudrun Peters (SPD), Hermann Regensburger (CSU), Ludwig Ritter (CSU), Renate Schmidt (SPD), Helmut Schreck (CSU), Heiko Schultz (SPD), Johannes Strasser (SPD), Rita Schweiger (CSU), Volker Hartenstein (parteilos). 3 Abgeordnete sind verstorben.

Quelle: Bayerischer Landtag

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Peer Steinbrück: 15.000 Euro für einen Abend

30.10.2012
15.000 Euro Honorar für einen Vortrag. In der Regel. Und die Nebenkosten bis auf den Cent fein säuberlich aufgelistet. Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Details zu seinen Nebentätigkeiten von 2009 bis 2012 bekannt gegeben. DIE LISTE ist wirklich lesenswert!! 

18.10.2012
Mit Spannung wartet die interessierte Öffentlichkeit auf die detaillierten Angaben des Bundestagsabgeordneten Steinbrück zu seinen Nebentätigkeiten. Derweil beschäftigt sich der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages mit Urheberrechtsfragen. Es geht um ein Gutachten mit dem Titel "Rechtsfragen im Kontext der Abgeordnetenkorruption". Dieses Dokument wurde bereits 2008 angefertigt und wird gerade zahlreich im Netz gespiegelt. Wir wollen da nicht zurück stehen ....

ZUM DOWNLOAD: Rechtsfragen im Kontext der Abgeordnetenkorruption (pdf)

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Peer Steinbrück (SPD, MdB) - Nebentätigkeiten

"2. Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat

spd vollpfosten5-Sterne-Team, Dillingen,
Vortrag, 2012, Stufe 3

Agentur für Helden, Hamburg,
Vortrag, 2011, Stufe 3

Agentur Referenten & Themen, Hohenstein-Ernstthal,
Vortrag, 2011, Stufe 3

Alfred Herrhausen Gesellschaft, Berlin,
Vortrag, 2009, Stufe 3

Allert & Co. GmbH, Mannheim,
Vortrag, 2010, Stufe 2

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Wenn die Regierung verfassungswidrig handelt ....

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Im Wortlaut: Das Gauck/Birthler-Gutachten

Quelle:
Prof. Dr. Hans H. Klein und Prof. Dr. Klaus Schroeder
unter Mitarbeit von Dr. Steffen Alisch

Gutachten über die Beschäftigung ehemaliger MfS-Angehöriger bei der BStU (12,4 mb)
Berlin, im Mai 2007, Seite 51

„Von besonderer Bisanz war von Anfang an die Tätigkeit zweier ehemaliger Kontrolloffiziere der ZAIG des MfS (Nr. 2 und 62), die bereits im Kapitel II erwähnt wurden. Dies hatten Sonderrecherchen zu erledigen (u.a. zu den Fälle Lothar de Maiziere, Manfred Stolpe und Gregor Gysi), mit denen sie mit ihrem zuständigen Referatsleiter, einem ehemaligen IM der HA Aufklärung (Nr. 13) oder von der Behördenleitung direkt betraut wurden. Letztere brachten den beiden hohen ehemaligen MfS-Offizieren (Oberst und Oberstleutnant) offenbar uneingeschränktes Vertrauen entgegen, schließlich konnten beide – ausgestattet mit einen Sonderausweis – unbeaufsichtigten in unerschlossenen Archivbeständen recherchieren und hätten hierbei ohne weiteres die Möglichkeit gehabt, Akten zu manipulieren, zu verstellen oder gar zu verschwinden zu lassen.“

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Loveparade: Ermittlungen abgeschlossen - Zehn Angeklagte

12.02.2014
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu den Vorgängen auf der Loveparade sind abgeschlossen. Zehn Personen werden angeklagt. Darunter vier Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent GmbH und sechs Bedienstete der Stadt Duisburg. Ihnen wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Sie hätten wissen müssen, dass die Rampe als Auf- und Abgang für ein derartiges Ereignis nicht ausreichend gewesen sein konnte. Unter diesen Umständen hätte die Loveparade in Duisburg niemals genehmigt werden dürfen.

Außerdem wirft die Staatsanwaltschaft ihnen vor, den Zugang durch den Aufbau von Zäunen zusätzlich verengt und damit zu der Katastrophe beigetragen zu haben. Wörtlich werden zwei Gründe für den späteren Verlauf verantwortlich gemacht: "schwerwiegende Fehler bei der Planung und Genehmigung der Veranstaltung sowie eine unterbliebene Überwachung sicherheitsrelevanter Auflagen am Veranstaltungstag".    

Dazu, dass die Zäune zum Absperren auf der Rampe parkende Polizeiwagen verwendet worden, kein Wort. Auch dass Beamte kurz vor der Katastrophe den Auf- und Abgang der Rampe abgesperrt hatten und damit zum Personenstau beitrugen, findet sich in der Erklärung der Staatsanwaltschaft Nichts.

Bei der Loveparade am 24.07.2010 starben infolge einer Massenpanik 21 Menschen.
653 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Einige von Ihnen sind bis heute noch traumatisiert.

VIDEO: Trauer am Tunnel
Dokumente zur Loveparade am 24.07.2010:

pdf Anlage_59_Protokoll_der_Ortsbesichtigung_am_23072010
pdf Anlage_62_Einsatztagebuch_Ordnungsamt
pdf Anlage_68._Augenzeugenbericht

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"Sauerland Du bist ein Mörder"

wie die Menschen mit der Loveparade-Katastrophe umgehen


eine Reportage aus Duisburg von Fred Kowasch

"Warum?" - Irgendwer hat diese Frage mit weißer Kreide an die Tunnelwand geschrieben. Ein paar Kerzen davor brennen noch. Weiter hinten sitzt brauner Stoffteddy einsam am Rand.

loveparade_sauerland_du_bist_ein_moerder

Warum nur, warum?

Die beiden Polizeibeamten wissen auch keine Antwort. "Wir sind nur hier um Präsenz zu zeigen". Ihr neuer blauer Streifenwagen steht quer zur Fahrbahn. Davor und dahinter sind zwei gelbe Plastiksperren aufgebaut. Von den Warnlichtern blinkt keines. "Sauerland! Nur Verbrecher tauchen unter". Das ist das erste, was man liest. Im Hintergrund donnert ein Vorortzug hinweg. Am Rande stehen hunderte rote Kerzen, mehrere Blumensträuße liegen dazwischen. Darüber klebt ein weißes Schild mit schwarzer Schrift: 'Schande'. 

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"Es gibt keinen Grund sich zu verweigern."

AKTUELL: Offenbar schwere Polizeifehler bei der Duisburger Loveparade


loveparade_05022011Ein Ausgang, der durch Dixi-Klos blockiert war, Hunderte Ordner, die an diesem Tag nicht - wie geplant - im Einsatz waren und ein Innenministerium, dass bei der Aufklärung der größten Katastrophe in den deutschen Veranstaltungsgeschichte mauert. Eine Tagung in Duisburg, an der Opfer, Hinterbliebene und Experten teilnahmen, brachte erschreckende Einblicke. Am Rande der Veranstaltung haben wir mit einem Parlamentarierer Horst Engel gesprochen, der sich für die Aufklärung der Vorgänge am 24. Juli 2010 in Duisburg einsetzt.


Frage:
Sie haben versucht einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss ins Leben zu rufen. Woran ist er gescheitert?


Antwort:
Wir sind leider daran gescheitert, dass wir von den anderen Fraktionen – mit Ausnahme der Linken – keine Unterstützung gefunden haben. Wir brauchen 20 Prozent, das sind 36 Stimmen. Die haben wir zusammen nicht auf die Waage gebracht. Aus mir nicht bekannten Gründen. SPD, Grüne und CDU haben sich verweigert. Deshalb gibt es den U-Ausschuss bislang nicht.

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Duisburg; 24.07.2010, 16:23 - 17:20 Uhr

Echtzeit-Video der Loveparade mit bis zu 6 Perspektiven


Das Projekt Loveparade2010doku hat eine Echtzeitversion von Videos der Loveparade online gestellt. Gefertigt hat das Video lopachron. Die zeitgenaue Parallelmontage von über 100 Amateurvideos ermöglicht einen Überblick, was während der Katastrophe am 24.07.2010 in der Zeit zwischen 16:23 und 17:20 Uhr an verschiedenen Orten der Loveparade in Duisburg geschah.

VIDEO: Echtzeit-Video von Loveparade2010doku - Teil 1
In ersten Teil erkennt man, wie im östlichen Zugangstunnel noch reichlich Platz ist. Gleichzeitig gehen Polizeibeamte massiv an der Sperrkette 3 gegen einen Besucher vor, der auf das Gelände will. Später versucht ein Polizeiwagen durch das Gedränge zu fahren. Er wird von Ordnern abgeschirmt, die übermütige Besucher vom Dach des Wagens holen.

VIDEO: Echtzeit-Video von Loveparade2010doku - Teil 2
Im zweiten Teil der Echtzeitdokumentation zeigt sich, welches Gedränge im Bereich um die Treppe herrschte, während wenige Meter weiter Besucher ausgelassen und unbedrängt feiern.

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lopavent: doku loveparade 24.07.2010

30.08.2010 -
Der Veranstalter der Loveparade 2010, die Firma lopavent, hat umfangreiches Videomaterial zur Ansicht ins Internet gestellt. Kern der Videos ist eine sechs Minuten lange grafisch aufbereitete Darstellung der Ereignisse, kurz bevor an der Zugangsrampe auf das Gelände 21 Menschen sterben.

Webvideo: lopavent - der 'dokumentarfilm'
Die Veranstalter bezeichnen die Vorgänge dort, selbst als Unglück; das Video als Dokumentarfilm. Zu den Ereignissen im Vorfeld dieser Veranstaltung verliert der Film kein Wort. Gleichzeitig haben die Veranstalter einige Dokumente ins Internet gestellt, von denen allerdings die Mehrzahl bekannt ist. Bei der Anhörung im Innenausschuß des NRW-Landtages am Donnerstag, wo es um die Vorgänge des 24.07.2010 in Duisburg gehen soll, will Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller nicht erscheinen.

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