Film-Premiere: 'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament (Dokumentarfilm, 100 min, 2018)

'Inside HogeSa' ist eine Dokumentation, die der Frage nachgeht: welche Folgen hatte die Demonstration der 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) vom 26.Oktober 2014 in Köln? Als 5.000 Menschen auf die Straße gingen. Was wurde aus den Protagonisten? Ausführlich kommen Beteiligte zu Wort. Unter Ihnen Hools und Mitglieder des 'HogeSa'-Teams. Aber auch Fanforscher, Politikwissenschaftler, 'Pegida'-Organisatoren.

'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament from interpool.tv on Vimeo.

Dreieinhalb Jahre lang haben wir an dem Thema gearbeitet. Dutzende Kundgebungen und Demonstrationen besucht. Vor Ort mit den Beteiligten gesprochen. Entstanden ist ein 100 Minuten langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so noch nicht gab. Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wir haben die Dokumentation mit insgesamt 10.000 Euro selbst finanziert. Auf Crowdfunding, Filmfördergelder oder eine Co-Finanzierung öffentlich-rechtlicher TV-Sender wurde - aus Gründen der redaktionellen Unabhängigkeit - verzichtet.

Hinweis: wer den Film kauft, bekommt in den nächsten Wochen noch zahlreiche ungeschnittene Interviews zu sehen. Sowie Szenen, die nicht Eingang in die Doku fanden.

Brief an den Herausgeber der Berliner Zeitung

Sehr geehrter Herr Montgomery,

seit gut zwei Jahren gehoert die Berliner Zeitung zu Mecom. In dieser Zeit hat das Management erhebliche Kostenreduktionen durchgesetzt. Wir, die Redakteure der Berliner Zeitung, haben konstruktiv daran mitgearbeitet, den Lesern der Berliner Zeitung das Angebot zu machen, das sie erwarten, und das Blatt als Qualitaetsprodukt in einem hart umkaempften Markt zu behaupten.

Zunehmend erschweren die Kostenreduzierungen unsere Bemuehungen. Eine abnormal hohe Zahl von qualifizierten Kollegen verlaesst das Haus; die Inhalte unseres Produktes drohen zu verarmen. Unsere Zeitung verliert Leser, der Ruf der Marke "Berliner Zeitung" erodiert. Die Berliner Zeitung befindet sich in einem Teufelskreis: Der sprunghafte Beschluss immer neuer Sparmassnahmen gefaehrdet den Erfolg und den Wert unseres Unternehmens.

Sehr geehrter Herr Montgomery,

seit gut zwei Jahren gehoert die Berliner Zeitung zu Mecom. In dieser Zeit hat das Management erhebliche Kostenreduktionen durchgesetzt. Wir, die Redakteure der Berliner Zeitung, haben konstruktiv daran mitgearbeitet, den Lesern der Berliner Zeitung das Angebot zu machen, das sie erwarten, und das Blatt als Qualitaetsprodukt in einem hart umkaempften Markt zu behaupten.

Zunehmend erschweren die Kostenreduzierungen unsere Bemuehungen. Eine abnormal hohe Zahl von qualifizierten Kollegen verlaesst das Haus; die Inhalte unseres Produktes drohen zu verarmen. Unsere Zeitung verliert Leser, der Ruf der Marke "Berliner Zeitung" erodiert. Die Berliner Zeitung befindet sich in einem Teufelskreis: Der sprunghafte Beschluss immer neuer Sparmassnahmen gefaehrdet den Erfolg und den Wert unseres Unternehmens. Oeffentliche Erklaerungen von Ihrer Seite, das Geschaeftsmodell der Printzeitungen sei "bankrott", sind fuer unseren Erfolg fatal und werden im Uebrigen durch die Geschaeftszahlen unseres Hauses widerlegt.

In tiefer Sorge um den Fortbestand unseres Blattes als Qualitaetszeitung bitten wir Sie, die aktuelle Geschaeftspolitik zu ueberdenken. In die Qualitaet der Marke "Berliner Zeitung" muss wieder investiert werden. Die Erosion des qualifizierten Personals muss gestoppt werden, bereits entstandene Verluste muessen nachbesetzt werden. Ein Redaktionssystem ist anzuschaffen, das es erlaubt, die Leser in attraktiver Form zu erreichen. Die Berliner Zeitung braucht eine langfristig und publizistisch kohaerente Geschaeftsstrategie, die nachhaltigen Erfolg verspricht.
Sollte Mecom ausserstande sein, eine solche Strategie vorzulegen, fordern wir im Interesse der Zeitung und ihrer Leser, nach einem neuen und geeigneten Eigentuemer der Berliner Zeitung zu suchen.

Mit freundlichen Gruessen

Die Redaktion der Berliner Zeitung
14. Februar 2008



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