Film-Premiere: 'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament (Dokumentarfilm, 100 min, 2018)

'Inside HogeSa' ist eine Dokumentation, die der Frage nachgeht: welche Folgen hatte die Demonstration der 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) vom 26.Oktober 2014 in Köln? Als 5.000 Menschen auf die Straße gingen. Was wurde aus den Protagonisten? Ausführlich kommen Beteiligte zu Wort. Unter Ihnen Hools und Mitglieder des 'HogeSa'-Teams. Aber auch Fanforscher, Politikwissenschaftler, 'Pegida'-Organisatoren.

'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament from interpool.tv on Vimeo.

Dreieinhalb Jahre lang haben wir an dem Thema gearbeitet. Dutzende Kundgebungen und Demonstrationen besucht. Vor Ort mit den Beteiligten gesprochen. Entstanden ist ein 100 Minuten langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so noch nicht gab. Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wir haben die Dokumentation mit insgesamt 10.000 Euro selbst finanziert. Auf Crowdfunding, Filmfördergelder oder eine Co-Finanzierung öffentlich-rechtlicher TV-Sender wurde - aus Gründen der redaktionellen Unabhängigkeit - verzichtet.

Hinweis: wer den Film kauft, bekommt in den nächsten Wochen noch zahlreiche ungeschnittene Interviews zu sehen. Sowie Szenen, die nicht Eingang in die Doku fanden.

netzwerk recherche: Gelder von der Großindustrie

von Fred Kowasch, Hamburg


03.07.2011
Transparenz und Offenheit. Diese Worte fallen oft und häufig bei den Tagungen von 'netzwerk-recherche'. Der Organisation deutscher Journalisten, die sich vor allem die Pflege der investigativen  Handwerkes verschrieben hat. Auf der Jahrestagung des Vereins -  Anfang Juli 2011 in Hamburg - standen diesmal die Geschäftspraktiken  der eigenen Organisation im Mittelpunkt des Interesse.


Das ging so weit, dass der Vorsitzende des Vereins, Thomas Leif - im Rahmen einer Mitgliederversammlung - aufgefordert wurde, zurückzutreten. Putsch im "Sauberkeitsverein". Hintergrund dieses Schrittes waren „falsche(n) Abrechnungen mit der Bundeszentrale für politische Bildung“, wie es in einem internen Papier der Organisation heißt.


In dem Schriftstück, dass interpool.tv am Montag zum Download auf seiner Webseite veröffentlichen wird, sind die Barreserven der Organisation sowie der Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus dem Jahr 2010 aufgeführt. Informativ ist hier vor allem, woher einige der Einnahmen in Höhe von 221.554,42 Euro stammen. 

von Fred Kowasch, Hamburg


03.07.2011
Transparenz und Offenheit. Diese Worte fallen oft und häufig bei den Tagungen von 'netzwerk-recherche'. Der Organisation deutscher Journalisten, die sich vor allem die Pflege der investigativen  Handwerkes verschrieben hat. Auf der Jahrestagung des Vereins -  Anfang Juli 2011 in Hamburg - standen diesmal die Geschäftspraktiken  der eigenen Organisation im Mittelpunkt des Interesse. nr_2011


Das ging so weit, dass der Vorsitzende des Vereins, Thomas Leif - im Rahmen einer Mitgliederversammlung - aufgefordert wurde, zurückzutreten. Putsch im "Sauberkeitsverein". Hintergrund dieses Schrittes waren „falsche(n) Abrechnungen mit der Bundeszentrale für politische Bildung“, wie es in einem internen Papier der Organisation heißt.


In dem Schriftstück, dass interpool.tv am Montag zum Download auf seiner Webseite veröffentlichen wird, sind die Barreserven der Organisation sowie der Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus dem Jahr 2010 aufgeführt. Informativ ist hier vor allem, woher einige der Einnahmen in Höhe von 221.554,42 Euro stammen.


So sollen 30.000,00 Euro von dem Geldunternehmen ING DiBa und 3.250,00 Euro von der Deutschen Bank geflossen sein.  Aus dem Papier geht weiterhin hervor, dass der Energiekonzern RWE 10.000,00 Euro an die Journalistenorganisation zahlte. 

 
nr_2011_3
pdf ZUM DOWNLOAD: nr-2010-kassenpruefbericht

Weiterhin sollen vom ‚Bundesverband Solarwirtschaft‘  3.000,00 Euro - deklariert als ‚Freie Spende‘ – an ‚netzwerk recherche‘ geflossen sein. Aus der Abrechnung geht auch hervor, dass die steuerbefreite Journalistenorganisation im Jahr 2010 einen Gewinn von 96.971,07 Euro erwirtschaftet hat. 


Diese durchaus beträchtlichen Zahlungen der Industrie an die sich unabhängig gebende Journalistenorganisation sind insofern bemerkenswert, als das der Ex-Vorsitzender Thomas Leif in der Vergangenheit immer wieder öffentlich die Trennung von Journalismus und PR einfordert hat.


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Kommentare zum netzwerk recherche:


indeskretion ehrensache.de:
Der nackte Kaiser beim Netzwerk Recherche

spiegel.de:
Ein schrecklicher, notwendiger Verein


blog-cj.de:
Ein bischen Politibüro im Netzwerk Sonntagsreden


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