"The Road to Guantanamo"

road_to_guantanamo_klein Film von Michael Winterbottom
Der Film erzählt die wahre Geschichte von vier Jungs aus England, die sich auf den Weg nach Pakistan machen. Und in einem der schrecklichsten Gefängnissen der Welt landen: Dem Gefangenlager in Guantanmo-Bay, Kuba.

Asif, einer der jungen Männer, hat eine Frau in Pakistan gefunden. Seine drei Freunde Ruhel, Monir und Shafiq machen sich mit ihm auf die Reise
von England nach Pakistan, um auf der Hochzeit mit dabei zu sein. Film von Michael Winterbottom

Am 14. Februar 2006 wurde "The Road to Guantanamo" auf der Berlinale Uraufgeführt. Er erzählt die wahre Geschichte von vier Jungs aus England, die sich auf den Weg nach Pakistan machen. Und in einem der schrecklichsten Gefängnissen der Welt landen: Dem Gefangenlager in Guantanmo-Bay, Kuba.

aroad_to_guantanamoAsif, einer der jungen Männer, hat eine Frau in Pakistan gefunden. Seine drei Freunde Ruhel, Monir und Shafiq machen sich mit ihm auf die Reise von England nach Pakistan, um auf der Hochzeit mit dabei zu sein. In Pakistan angkommen, hören sie von dem geplanten Angriff der Amerikaner auf Afghanistan. Die vier wollen auch dorthin. Für nur zwei Wochen. Um den Menschen in Afghanistan zu helfen.

In Afghanistan angekommen, beginnt der Krieg.
Bomben schlagen ein, Menschen bewaffnen sich, flüchten. Aus Angst wollen die vier Jungs nur noch zurück nach Pakistan. In der Hektik der Flucht verschwindet Monir. Ruhel, Monir und Shafiq retten sich auf einen Lastwagen. Doch auf dem Weg nach Pakistan werden die Jungs gefangen genommen und
nach Guantanamo-Bay gebracht.

Dort erleben sie die alltägliche Folter der amerikanischen Soldaten. Isolationshaft, Hitze, laute Musik, Gewalt, Stresspositionen. Eines hält die Jungs allerdings am Leben: Die Hoffnung, irgendwann dort rauszukommen.

Der Film besteht nicht nur aus hektischer Kameraführung, Interviewpassagen, schnellen Schnitten und wackeligen Bildern, sondern auch aus Archivmaterial. Unter anderem ist George W. Bush zu sehen, wie er die Existenz der Gefangenlager legitimiert.

Der britische Regisseur Michael Winterbottom wurde für "The Road to Guantanamo" auf der Berlinale 2006 mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet. Diesen Preis hat er für den erschütternden Film wirklich verdient. Winterbottom ist einer der bedeutesten Regisseure Englands. Er verfilmt Themen mit politischer Brisanz. So erhielt Winterbottom im Jahre 2003 auf der Berlinale den Goldenen Bären für den Film " In this World". Darin beschreibt er die Geschichte eines jungen afghansichen Flüchtlinges.

Nach der Berlinale 2006 wurden vier der Schauspieler des Filmes "The Road to Guantanamo" auf dem Londoner Flughafen Luton verhaftet. In einem kleinen Raum eingesperrt wurden sie von einer Beamtin gefragt, ob sie Schauspieler geworden seien, um den Kampf der Muslime zu unterstützen. Und was sie vom Irak-Krieg halten würden. Nach einigen Stunden wurden sie allerdings wieder freigelassen.

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