Control



Kurzkritik:
Eine schmucklose Siedlung in Manchester. Hier ist man für immer zu Hause.  Eine Zigarette auf dem Bett, ein paar Takte vom Plattenspieler. Zwischendurch arme Rentner verarschen. Ihre  geklauten Psychopillen bringen Spaß.  Ein Konzert von David Bowie,  die Pistols spielen auch und irgendwann ist auch mal die eigene Band an der Reihe. Die Auftrittsgage reicht nicht einmal für ein schäbiges Hotelzimmer.

In schlichten Bildern erzählt Regisseur eine eindrucksvolle Geschichte. Es ist die Geschichte von Joy Divison. Genau beobachtet, umgesetzt mit phantastischen Schauspielern. Die die Songs auch noch selber spielen. Szenen, als wär man mitten dabei, würde selbst auf der Bühne stehen. Das zwei Stunden Werk ist echte Kinokunst. Wenn nur ein halbes Dutzend Filme so gut werden, dann kann man sich auf das Kinojahr 2008 freuen.   Ihr Sound war düster und kraftvoll.
Und Ian Curtis war ihr Frontmann.
Joy Division aus Manchester bestimmte die britische Punkrock Szene am Ende der 70er Jahre mit. In der Folgezeit entwickelte sich ihr Stil hin zum ColdWave.

Der Spielfilm 'Control' zeichnet das Leben von Ian Curtis nach. Intensiv, verliebt, am Schluß verzweifelt. Er hatte sich von seiner Freundin, mit der er ein Kind hatte entfremdet, litt unter Epilepsie. Ian Curtis nahm sich 1980 das Leben. Die drei anderen Bandmitglieder machten nach seinem Tod als 'New Order' weiter. 'Control' ist in schwarz-weiss gedreht und läuft derzeit in den Kinos.


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